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Verfasst am 05-03-2007 09:09:48 pm von MLM-Infos.com |
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Cross-Marketing Ideen auch für MLM?
In diesem Beitrag werden Marketing Ideen von Tobias Meyer aus der
normalen Wirtschaft vorgestellt. Natürlich sind diese Ideen nicht eins zu
eins auf Network Marketing und den Direktvertrieb übertragbar. Doch Sie
können dennoch sinnvolle und umsatzfördernde Ideen auch bei einem
Einzelverkäufer hervorrufen, so das dieser auch in der Lage sein könnte
die einzelnen Methoden für sich zu nutzen.
Nehmen Sie sich Zeit für diesen Beitrag und denken Sie nach wie Sie diese
Ideen für sich nutzen könnten.
Ideen für Ihr Marketing von Tobias Meyer
Cross-Marketing ist ein Ideales Instrument, auch mit kleinem Budget
großes zu bewegen. Erfahren Sie in diesem Beitrag, welche Elemente
das Cross-Marketig bietet — Ihrer Krativität sind natürlich keine Grenzen
gesetzt auch neue (Misch)-Formen zu erfinden.
Co-Branding
Beim Co-Branding schließen sich zwei Marken zusammen und bringen ein
gemeinsames Produkt auf den Markt, welches mit beiden Marken
gekennzeichnet wird. Es handelt sich dabei um ein für beide Partner neues
Produkt. Außerhalb des Co-Branding treten die Marken (Stammmarken)
weiterhin eigenständig auf.
Beispiel Philishave und Nivea
Die beiden Marken brachten einen Elektrorasierer mit integriertem
Aftershave von Nivea For Men auf den Markt. Hierdurch wurden die
Rasurkompetenz von Philishave und die Hautpflege-Kompetenz von
Nivea auf das gemeinsame Produkt übertragen. Beide Marken konnten
durch das Co-Branding ihre Markenimages erfolgreich verjüngen.
Beispiel Orsay & BRAVO GIRL!
Die Modekette Orsay adressiert mit ihrer trendigen und preiswerten Mode
eine junge weibliche Zielgruppe. Zusammen mit der Zeitschrift BRAVO
GIRL!, die die gleiche Zielgruppe anspricht, wurde eigens eine
„GIRL!-Kollektion“ entworfen, die in den Heften beworben und über
die Läden von Orsay vertrieben wird. Hierdurch kann Orsay neue, junge
Kundinnen für die Marke begeistern und BRAVO GIRL! konnte sich ein
weiteres Geschäftsfeld erschließen.
Durch die Markenkombination sollen die Kompetenzen beider Marken auf
das Co-Brand-Produkt übertragen werden (im obigem Beispiel die
Rasur-Kompetenz von Philips mit der Hautpflege-Kompetenz von Nivea).
Somit sinkt bei den Konsumenten die Hemmschwelle für einen
Probierkauf. Ein weiterer Vorteil liegt darin, dass beim Co-Branding die
Zielgruppen aller beteiligten Marken angesprochen und damit im Vergleich
zum alleinigen Vorgehen eine deutlich größere Zielgruppe erreicht werden
kann. Auch das Imitieren von Co-Brand-Produkten ist für die Konkurrenz
erschwert, da das Besondere gleich zweier Marken kaum zu kopieren ist.
Ein wirtschaftlicher Erfolg des Co-Brand-Produkts ist jedoch nur möglich,
wenn das neue Produkt einzigartig ist und für den Verbraucher einen
Vorteil gegenüber den bereits existierenden Produkten bietet.
Ingredient-Branding
Ingredient-Branding ist ein Marketing-Fachbegriff, der auch als „Marke in
der Marke“ beschrieben wird (Ingredient bedeutet auf Deutsch
„Bestandteil“ oder „Zutat“.). Bei dieser Form des Cross-Marketings
werden Bestandteile markiert, welche in anderen Produkten zum Einsatz
kommen. Ingredient-Branding wird von Teile- oder Komponentenzulieferern
eingesetzt, um ihre Produkte von den Wettbewerben zu differenzieren.
Es gibt eine Vielzahl von guten Beispielen, wie das Ingredient-Branding
zwischen den Marken Gore-Tex und Adidas oder dem Süßstoffhersteller
NutraSweet und Coca Cola. Das bekannteste Beispiel ist jedoch Intel:
Beispiel Intel inside
Das Unternehmen Intel war Anfang der neunziger Jahre Marktführer im
Bereich Mikroprozessoren, jedoch war die Marke Intel den meisten PC-
Anwendern vollkommen unbekannt. Mit Advanced Micro Devices (AMD)
und Cyrix drängten gleichzeitig neue Wettbewerber mit preisgünstigen
Prozessor-Nachbauten, sogenannten „Clones“, auf den Markt. Intel sah
seine Marktposition massiv gefährdet. Deshalb schuf das Unternehmen
1991 die Marke „intel inside“ und begann sowohl eigene Markenwerbung
als auch Kooperationswerbung mit PC-Herstellern wie IBM, Compaq und
Dell zu betreiben. Die PC-Hersteller erhielten dafür Werbekostenzuschüsse
von bis zu 50 Prozent und setzten das „intel inside“-Zeichen nicht nur in
der von ihnen geschalteten Werbung ein, sondern druckten es auch auf
ihre Verpackungen und brachten entsprechende Aufkleber auf den
Computergehäusen an.
Anhand dieses Beispiels lassen sich gut die Vorteile für beide Seiten
aufzeigen: Die Marke Intel profitierte aufgrund eines Imagetransfers von
renommierten Marken wie Compaq, Dell oder IBM. Durch die
Verwendung von „intel inside“ in den Werbemaßnahmen der PC
-Hersteller stieg die Markenbekanntheit von Intel massiv an. Darüber
hinaus konnte Intel bei den Kunden seiner Kunden wiederum Präferenzen
aufbauen und dadurch Nachfrage für die eigenen Produkte generieren. Es
wurde eine Pull-Wirkung im Markt erzeugt.
Für die PC-Hersteller wurde es schwierig die Mikroprozessoren von Intel
durch andere Anbieter zu ersetzen. Aber auch für die Endprodukt
-Hersteller entstehen durch Ingredient-Branding Vorteile: So konnten die
PC-Hersteller in diesem Fall die Aufwendungen für eigene
Werbemaßnahmen reduzieren. Beispielsweise hat IBM für seine
Kampagne mit „intel inside“ 250 Millionen Euro ausgegeben, wovon Intel
100 Millionen Euro übernommen hat. Verfügt die Marke des Vorprodukt
-Herstellers über ein starkes Image, so ist für den Hersteller der
Endprodukte durch Ingredient-Branding auch ein Imagetransfer
zugunsten der eigenen Marke möglich. Zudem bietet sich für den
Endprodukt-Hersteller eine kostengünstige Möglichkeit zur
Differenzierung von der Konkurrenz. Eine solche Differenzierung ist aber
nur bei einer exklusiven Zusammenarbeit mit dem Vorprodukt-Hersteller
möglich. In dem hier aufgeführten Fall hat Intel mit allen großen PC
-Herstellern zusammengearbeitet, eine Exklusivität war nicht gegeben. Für
IBM, Compaq und Dell wurde durch das Ingredient-Branding eine
Differenzierung von der Konkurrenz sogar erschwert. Dies führte dazu,
dass Compaq im Jahr 1994 die Zusammenarbeit mit Intel auflöste. Nur
zwei Jahre später wurde die Kooperation jedoch wieder aufgenommen,
da Compaq ohne den Zusatz „intel inside“ erhebliche Absatzprobleme
bekam. Das Beispiel zeigt die entscheidende Bedeutung der Exklusivität
für die Endprodukt-Hersteller.
Product-Bundling
Beim Product-Bundling werden die Produkte zweier Marken in einer zeitlich
begrenzten Aktion gemeinsam zu einem günstigen Preis angeboten.
Beispiel Senseo & Schwartau
Senseo, der Pionier und Marktführer im Segment Kaffeepads und der
Marmeladenhersteller Schwartau haben beispielsweise im Frühling 2006
unter dem Slogan „Das cremigste Frühstück des Jahres“ Product-Bundling
betrieben: Dabei gab es für mehrere Wochen drei Packungen Senseo
-Kaffepads und dazu gratis ein Glas des neuen Schwartau
-Frühstücksaufstrichs „Extra Samt“ zu kaufen .
Durch Product-Bundling können neue Zielgruppen erreicht werden. Zudem
ist bei der Einführung eines neuen Produktes der Zugang zum
Verbraucher deutlich leichter, da das neue Produkt zusammen mit einer
etablierten Marke angeboten wird. Product-Bundling stellt immer noch die
Ausnahme dar und verursacht daher bei den Konsumenten einen
Überraschungseffekt. Dieser Effekt ermöglicht eine Differenzierung von
den Konkurrenten, indem die beteiligten Marken als innovativer und
kreativer angesehen werden. Auch ein Imagetransfer zwischen den
beiden Marken ist möglich. Unabhängig davon sind Product-Bundlings
durch ihre zeitliche Limitierung dazu geeignet, Abverkaufszahlen zu
steigern.
Cross-Selling
Beim Cross-Selling bieten die Partner ihre Leistungen über den Absatzkanal
des jeweils anderen Unternehmens an. (Vergleiche Benkenstein/Beyer
2003, Seite 720.) Durch die Distribution über den Kooperationspartner
können neue Zielgruppen erreicht werden. Darüber hinaus wird das
eigene Angebot durch die Aufnahme der Partnerleistungen erweitert und
damit ein zusätzlicher Kundennutzen geschaffen.
Coss-Selling kann nur erfolgreich sein, wenn beide Unternehmen aus
Sicht der Konsumenten eine ausreichende Vertriebskompetenz für die
Leistungen des jeweiligen Partners aufweisen. Entscheidendes Kriterium
für die gegenseitige Vertriebskompetenz ist auch hier die Nutzenklammer
zwischen den überkreuz angebotenen Leistungen.
Beispiel Hilton & Sixt
Das Cross-Selling zwischen Sixt (Autovermietung) und der Hotelkette
Hilton ist ein Beispiel für eine hohe gegenseitige Vertriebskompetenz,
denn die Leistungen beider Unternehmen lassen sich gut unter der
Nutzenklammer „komfortables Reisen“ zusammenfassen. Seit 1998
treten Sixt und Hilton in Europa gemeinsam als „Travel Partners“ auf. Die
Hilton Gäste können ihren Sixt-Mietwagen direkt in den Hotels buchen. Im
Gegenzug ist die Reservierung von Hotelzimmern in den Sixt
-Autovermietungen möglich. Zusätzlich bieten die „Travel Partners“
besondere Angebote für die Reisenden: Hilton offeriert den Sixt-Kunden
unter anderem kostenfreie Upgrades auf die Executive- und Business
-Floors, Ermäßigungen auf Serviceleistungen (zum Beispiel Faxen oder
Kopieren) sowie vergünstigte Dinners in den Hotelrestaurants. Umgekehrt
bietet Sixt den Hilton-Gästen Sondertarife für Leihwagen.
Beispiel Douglas & Hussel
Ein Beispiel für eine gelungene Umsetzung von Online-Cross-Selling ist
das der Douglas Holding AG, zu der unter anderem die Marken Douglas
(Parfümerie), Thalia (Bücher), Christ (Schmuck) und Hussel (Süßwaren)
gehören. Im Onlineshop der Parfümeriekette Douglas können die Kunden
neben Düften auch aus dem Süßwarenangebot von Hussel auswählen.
Zudem gelangen die Kunden nach Abschluss des Kaufvorgangs auf eine
Seite, wo Banner von weiteren Marken des Unternehmens zur
Fortsetzung des Online-Einkaufs einladen. Als gemeinsame Klammer
fungiert der Anspruch beider Unternehmen „den Kunden das Leben
schöner zu gestalten“. Auf diese Weise versucht Douglas Kundengruppen,
die eine ähnliche Einstellung zum lifestyleorientierten Konsum zeigen,
anzusprechen und zu mehr Umsatz innerhalb der Douglas-Gruppe zu
bewegen.
Kommunikative Begleitung ist auch beim Cross-Selling notwendig! Damit
die Verbraucher von den neuen Vertriebs-kanälen erfahren, sollte Cross
-Selling immer kommunikativ unterstützt werden. Hilton und Sixt haben
ihre Travel-Partnerschaft beispielsweise durch einen gemeinsamen
Werbeauftritt mit dem Slogan „Everywhere you want to go, take Sixt,
everywhere you want to be, stay at Hilton“ kommuniziert.
Verkaufs- und Vertriebspartnerschaft
Viele Hersteller suchen nach innovativen Absatzkanälen jenseits der
ausgetretenen Pfade, um neue Zielgruppen zu erreichen. Ein Weg sind
ungewöhnliche Verkaufs- und Vertriebspartnerschaften. Der Verkauf von
preisgünstigen Bahntickets beim Discounter Lidl und bei Tchibo sind
prominente Beispiele für eine solche Kooperation:
Beispiele Die Bahn & Lidl sowie Die Bahn & Tchibo
Im Mai 2005 wurden in den rund 2600 Lidl-Filialen insgesamt 500.000
Fahrkartenhefte mit je zwei Bahntickets zu einem Preis von 49,90 Euro
angeboten. Die Tickets galten für eine beliebig weite Bahnreise 2. Klasse
innerhalb Deutschlands. Mit dieser Aktion wollte Die Bahn zeigen, wie
attraktiv das Reisen mit dem Zug ist und so neue Kunden gewinnen, für
die Bahnfahren bisher nicht in Frage kam. Um diese Zielgruppe besser zu
erreichen, wurden die Tickets deshalb bewusst außerhalb der Bahnhöfe
angeboten. Die Bahn wollte sich zudem als innovatives und
preisgünstiges Unternehmen profilieren. Aufgrund des großen Erfolges
ging Die Bahn mit Tchibo eine weitere Vertriebspartnerschaft ein: In den
Tchibo-Filialen wurden im Dezember 2006 eine Million Tickets für zwei
beliebige Fahrten innerhalb Deutschlands zum Preis von 58 Euro
angeboten. Bereits nach wenigen Stunden war ein Viertel der Tickets
verkauft. Aber nicht nur Die Bahn konnte von dieser Form des Cross
-Marketing profitieren, sondern auch die Vertriebspartner: So konnte Lidl
sein Image als Anbieter von superbilliger Markenware aufwerten und
Tchibo sein Image als Anbieter von günstiger Qualitätsware.
Solche oft spektakulären Partnerschaften haben eine große Medienwirkung.
Die Bahn und Lidl schafften es sogar bis in die Tagesschau. Ein ähnlicher
Effekt wäre durch Werbung nur mit erheblichen Kosten zu erreichen
gewesen. Ist die Aktion zudem zeitlich und mengenmäßig limitiert, schürt
sie bei den Verbrauchern das „Jagdfieber“. Die Kehrseite ist, dass diese
begrenzten Schnäppchenaktionen die Konsumenten auch verärgern,
wenn nicht alle Interessierten „zum Zug kommen“.
Cross-Promotion
Nach einer Umfrage der VILMAR Markenberatung (n = 342) ist Cross-
Promotion mit 39 Prozent die am häufigsten eingesetzte Form des Cross
-Marketings. (Vergleiche Vilmar 2006, Seite 61.) „Cross-Promotion sind
öffentlichkeitswirksame Aktionen aller Art, die mindestens zwei Marken
gemeinsam durchführen.“ (Wieczorek/ Lachmann 2005, Seite 38.) Der
Begriff umfasst zahlreiche, sehr unterschiedliche Maßnahmen, wie unter
anderem Gewinnspiele, Sampling-Aktionen, Events, Road-Shows und
Messeauftritte; vor allem Gewinnspiele sind weit verbreitet.
Beispiel McDonalds Merry Monopoly-Gewinnspiel
In den Weihnachtszeiten der letzten Jahre konnten McDonalds-Gäste in
Deutschland, Österreich und Luxemburg an diesem Gewinnspiel
teilnehmen. Zu Weihnachten 2006 gab es unter anderem vier Häuser von
Town & Country Haus, siebenmal 100.000 Euro von VISA und jeweils fünf
Porsche Cayenne, Cayman und Boxster zu gewinnen. Weitere Preise
stellten zum Beispiel AIDA, Piaggio oder der DFB zur Verfügung. Bei
Gewinnspielen werden die Preise in der Regel unentgeltlich von den
Kooperationspartnern gestellt. In diesem Beispiel konnte McDonalds
durch Cross-Promotion eine Vielzahl attraktiver Preise verlosen. Als
Gegenleistung wurden die Partnermarken sowohl in den Restaurants als
auch im Internet massiv beworben.
Cross-Advertising
Unter Cross-Advertising wird die gemeinsame Werbung von mindestens
zwei Marken verstanden, wobei für den Rezipienten die Marken einzeln
wahrnehmbar sind.
Beispiel DIE WELT & Smart
DIE WELT und Smart haben gemeinsame Anzeigen geschaltet, in der die
Produkte durch den Slogan „Die Welt gehört denen, die neu Denken“
verbunden wurden.
UAP ist das häufigste Ziel bei Cross-Advertising. Durch Cross-Advertising
ist ein Imagetransfer zwischen den Marken möglich, auch die
Werbeaufwendungen lassen sich durch die Aufteilung der Kosten
reduzieren. Meist wird durch Cross-Advertising jedoch eine UAP
angestrebt, denn die gemeinsame Werbung von zwei Marken stellt immer
noch die absolute Ausnahme dar und bietet zudem Möglichkeiten für
kreative Ideen.
Cross-Referencing
Testimonials in der Werbung sind in der Regel prominente Persönlichkeiten,
die in Kommunikation genutzt werden, eine Marke zu empfehlen oder für
die Qualität der Produkte zu bürgen. Boris Becker für Nutella oder
Manfred Krug für die T-Aktie sind Beispiele für den Einsatz prominenter
Testimonials. Ebenso können auch (bekannte) Marken als Testimonials
fungieren. In solchen Fällen wird von Cross-Referencing gesprochen. Die
Empfehlung durch eine andere Marke kann in der Werbung, auf der
Verpackung, direkt auf den Produkten oder in gemeinsamen Aktionen
(wie zum Beispiel Events, Messeauftritte oder Road-Shows) geschehen.
So hat beispielsweise Braun in seiner Werbung für Bügeleisen das
Waschmittel Ariel empfohlen.
Erfolgsvoraussetzung 1 : Die Kompetenz der empfehlenden Marke
Die Kompetenz der empfehlenden Marke ist für die Glaubwürdigkeit des
Cross-Referencing von entscheidender Bedeutung. In dem oben
erwähnten Beispiel ist Braun als renommierter Hersteller von Bügeleisen
kompetent im Bereich Waschmittel. Auch die Images der beiden Marken
sollten zueinander passen, denn ansonsten sieht der Verbraucher die
Verbindung als unpassend an und hält damit auch die Empfehlung für
unglaubwürdig.
Erfolgsvoraussetzung 2: Ohne Branchenexklusivität keine Differenzierung
Siemens hat beispielsweise in den letzten Jahren die verschiedensten
Geschirrspülmittel empfohlen. In einem solchen Fall ist die
Branchenexklusivität nicht gegeben. Damit ist der Effekt für die
empfohlenen Geschirrspülmittel-Marken sehr gering, denn sie können
sich durch das Cross-Referencing nicht differenzieren.
Beispiel Robinson & Speedo
Im Optimalfall können sich die Cross-Referencing-Partner gegenseitig
empfehlen. Dies ist beispielsweise in der Kooperation zwischen Speedo
(laut eigener Aussage weltweit führende Marke rund ums Wasser) und
dem Reiseanbieter Robinson der Fall: Robinson lobt in seinem Katalog
den Partner als renommierte Marke, die stets hochwertiges und
modernes Equipment auf höchstem Niveau garantiert. So hieß es im
Winterkatalog 2003/2004 zum Beispiel: „Speedo Watershorts sind perfekt
geeignet für jede Menge Spaß am Strand, egal ob im Sand oder Wasser.
Sie sind extrem leicht und schnell trocknend und machen jede Bewegung
mit. Ideal für den ambitionierten Freizeitsportler.“ (Robinson Katalog
Winter 2003/2004, Seite 158) Im Gegenzug empfahl Speedo auf seiner
Internetseite den Reiseveranstalter Robinson.
Cross-Sponsoring
Das Sponsoring wird in vier Erscheinungsformen unterteilt: Kunst-, Sozio-,
Öko-, und Sportsponsoring. Kunstsponsoring erstreckt sich auf sämtliche
Kunstarten, von der bildenden Kunst (Die Hamburger Gaswerke
sponserten beispielsweise die Ausstellung „Meisterwerke aus dem
Guggenheim Museum“), über Filmkunst (Die „Internationalen
Filmfestspiele Berlin“ und das „Filmfest in Oberhausen“ werden zum
Beispiel von Pro Sieben gesponsert.), bis hin zur Popmusik. Ein
bekanntes Beispiel ist das Sponsoring von Rockbands wie Genesis, Pink
Floyd oder die Rolling Stones durch Volkswagen. Werden nicht
kommerzielle Organisationen wie Wohlfahrtsverbände, Krankenhäuser,
religiöse oder politische Einrichtungen gesponsert, handelt es sich um
Soziosponsoring; beispielsweise sponserte die DEVK das „Weltkindertag
-Fest“ von Unicef. Beim Ökosponsoring werden Institutionen unterstützt,
die sich mit ökologischen Problemen beschäftigen. Bekanntestes Beispiel
ist das „Krombacher-WWF Regenenwaldprojekt“, bei dem für jeden
verkauften Kasten Krombacher-Bier ein Quadratmeter Regenwald 100
Jahre lang nachhaltig geschützt werden soll. Neben dem Kunstsponsoring
ist Sportsponsoring am weitesten verbreitet. Im Bereich des Sports
werden Sportverbände (zum Beispiel der DFB durch Adidas),
Mannschaften beziehungsweise Teams (beispielsweise Hertha BSC Berlin
durch Die Bahn), Sportveranstaltungen (zum Beispiel der „Berlin
-Marathon“ von real), oder Einzelsportler (beispielsweise Martin Schmitt
durch Milka) gesponsert.
Nachdem die Begriffe und die damit Verbundenen Marketing Ideen
vorgestellt wurden, könnte man im zweiten Schritt die Möglichkeiten
einer Übertragung auf das MLM suchen. Somit ist eine nützliche Diskussionsgrundlage gegeben.
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05-04-2007 04:40:36 pm by Beach-Paul
Hi Norbert,
da fällt mir was ein, was ich zu erwähnen vergaß:
Unter dem Begriff Cross-Selling habe ich seinerzeit noch was anderes gelernt, nämlich, daß man seinen Abnehmerkreis daraufhin untersuchen soll, ob man bei seiner Kundschaft nicht noch weitere Artikel aus dem eigenen Sortiment unterbringen kann, die diese bislang vielleicht beim Wettbewerb beziehen.
Sprich: Wer immer nur Hemden bestellt, geht deswegen gewiß nicht untenrum nackig nach draußen; also frage ich doch mal, ob er mal ein paar schöne Hosen testen will.
Oder: Wer immer mal wieder ein After Shave kauft, der ist vielleicht noch gar nicht auf die Idee gekommen, daß es mit demselben Duft auch ´ne ganze Serie mit Duschbad, Seife, Deo etc, gibt (so ging mir selbst das nämlich mal).
Ich könnte mir vorstellen, daß dieser Aspekt bei vielen Networkern noch schlummerndes Potential wecken kann - vielleicht sogar beim Orga-Aufbau.
Denn die Möglichkeit des gezielten Cross-Sellings (Kunden mit einem Produkt für sich gewinnen, aber darüber hinaus Möglichkeiten der Umsatzausweitung mit *demselben* Kunden zu haben) wären für mich als VP-Interessent mit Sicherheit ein gutes Argument, denn ein Network mit mehr Potential *je Kunde* verspricht mir auch insgesamt bessere Perspektiven.
Dabei ist mir persönlich übrigens immer wieder aufgefallen: Sowas läßt sich am besten gezielt betreiben; d.h. den Kunden, der bisher nur das eine Duschbad o.ä. kauft, soll man nicht "erschlagen", indem man ihn plötzlich mit allem, was der Haushalt so braucht, vollpacken will. 2-3 "Speziell für Sie herausgesuchte" Teile als Anregung kommen nach meiner Erfahrung am besten an; selbst wenn die doch nicht seinen Geschmack treffen, dann ergreift er aber dennoch manchmal die eigene Initiative und sucht im Katalog o.ä., was er denn noch so brauchen kann.
MbW
BP
05-04-2007 03:52:39 pm by Anonymous
@ Paul,
Beach-Paul hat folgendes geschrieben: Neben den von dir gebrachten Negativ-Beispiel fallen dir sicherlich auch ein paar positive ein.
sicher, dort, wo man nur auf Produktverkauf setzt und selbst einen grossen Kundenkreis zur Verfügung hat. Dort mag es sinnvoll sein und einiges bringen.
Es gab schon einige Versuche, mit mehreren "aufgesetzten" Networks eigene Konzepte zu etablieren. Alle sind gescheitert, denn derartige Dinge sind nicht duplizierbar.
Zitat: P.S. In welchen der drei von mir zitierten Bereich soll den McD/BK-Beispiel eigentlich reingehören?
In keinen direkt... oder in jeden? - war nur ein allgemeines Beispiel, das einfach nur verdeutlichen soll, dass Interessenkonflikte kaum vermeidbar sind. Beispiele sollten ja möglichst deutlich zeigen, was gemeint ist...
05-04-2007 02:13:09 pm by Beach-Paul
Oha.
Tipp- und Grammatikfehler bitte ich als Ausdruck persönlicher Kreativität zu betrachen
05-04-2007 02:11:02 pm by Beach-Paul
Hi Norbert,
Zitat "Fragt sich nur, wie glücklich solche Arbeitsweise sich auswirkt und ob es immer Sinn macht..."
Ich glaube nicht, daß sie immer Sinn macht und sich immer glücklich auswirkt. Habe ich ja auch nicht behautet.
Allerdings wünsche ich allen Networken, daß sie dort, wo es sinn macht, sich auch glücklich auswirkt.
Neben den von dir gebrachten Negativ-Beispiel fallen dir sicherlich auch ein paar positive ein.
MbW
BP
P.S. In welchen der drei von mir zitierten Bereich soll den McD/BK-Beispiel eigentlich reingehören?
P.P.S. In keinem der drei Bereiche würde ein vernünftiger Unternehmer jemals auf die Idee kommen, mit seinem Hauptwettbewerber ´ne Partnerschaft einzugehen. Insofern ist das Beispiel eigentlich nur der Wink mit dem Zaunpfahl für denjenigen, der aber auch gar nix gepeilt hat.
05-04-2007 11:42:24 am by Anonymous
Herr Jundt hat folgendes geschrieben: Norbert in den Beitrag oben wurden nur Beispiele vorgestellt, die nicht
gleich waren, also zum Beispiel Hilton & Sixt, Bahn und Lidl, und so weiter...
Im Network kommt es darauf an (hatte ich aber geschrieben), was man vor hat.
Wer nur Produkte verkauft, kann sicher mehrere Produktlinien anbieten, wer aber sein Geschäft "verkauft", also ein Team aufbaut, der bietet quasi überall gleich "Vertriebspartnerschaft" an und da sind Interessenkonflikte früher oder später vorprogrammiert.
Zitat: Im Network könnte das so aussehen:
Modekleidung & Uhren
Nahrungsergänzung & Lebensmittel (Balero +Oscho)
Auto Reiniger + Akwa Tuch
Reisen + Versicherung oder Telekommunikation
Richtig, wenn man sich nur auf Produkte konzentriert...
Zitat: Aber dazu wird ja auch keiner gezwungen, deswegen steht es jedem frei ob er mit anderen Kooperieren will oder nicht.
Stimmt zwar auch, aber es wird auch keiner gezwungen, es positiv zu sehen, wenn die eigene mögliche Upline sich nur zum Teil mit dem evtl. interessanten Geschäft identifiziert oder ob man sich besser jemand sucht, der das zu 100% tut.
Um Zwang geht's dabei auch nicht, sondern einfach nur um Ursache und Wirkung.
05-04-2007 11:18:00 am by Men in Black
Norbert in den Beitrag oben wurden nur Beispiele vorgestellt, die nicht
gleich waren, also zum Beispiel Hilton & Sixt, Bahn und Lidl, und so weiter...
Im Network könnte das so aussehen:
Modekleidung & Uhren
Nahrungsergänzung & Lebensmittel (Balero +Oscho)
Auto Reiniger + Akwa Tuch
Reisen + Versicherung oder Telekommunikation
Es wird bestimmt genug Möglichkeiten geben, man muss nur Kreativ sein.
Aber dazu wird ja auch keiner gezwungen, deswegen steht es jedem frei
ob er mit anderen Kooperieren will oder nicht.
05-04-2007 10:25:36 am by Anonymous
@ Paul,
Beach-Paul hat folgendes geschrieben: Zum Teil wird das ja auch wohl schon umgesetzt, wie man an den Aktivitäten verschiedener Forenmitglieder sehen kann.
Fragt sich nur, wie glücklich solche Arbeitsweise sich auswirkt und ob es immer Sinn macht...
Bist Du ein kleiner Networker, der nur vom Produktverkauf leben möchte, macht es schon Sinn, ein umfassenderes Angebot im Portfolio zu haben. Für eine Führungskraft macht sich das nicht gut, denn dann fragt man sich, warum Du mit mehreren Anbietern arbeiten musst und ob Du Deine Partner auch richtig unterstützen kannst oder willst.
Man stelle sich vor, ein McDonald's Restaurantinhaber sitzt mit McDonald's-Imagekleidung bei Burger King und futtert nen Whopper... wie sieht das wohl aus...??? Ist ihm sein eigenes Futter etwa nicht gut genug, dass er zur Konkurrenz gehen muss...???
Was denkt ein Gast, der am nächsten Tag zu McDonald's geht und hinter dem Tresen jemand sieht, der am Vortag bei der Konkurrenz gegessen hat???
Was würdest DU sagen, wenn Du Inhaber eines McDonald's Restaurants wärst und einen Deiner Angestellten auf der anderen Strassenseite in Imagekleidung von McDonald's bei Burger King genüsslich nen Whopper essen siehst...??? Ne bessere Werbung kann sich der Burger King Inhaber gar nicht wünschen, als dass die Konkurrenz bei ihm essen "muss", weil denen die eigenen Produkte wohl nicht gut genug sind...
ICH als Inhaber eines Burger King würde McDonald's-Angestellte sogar umsonst bei mir essen lassen, wenn sie das in ihrer McDonald's Imagekleidung tun und sich schön sichtbar ans Fenster setzen.
So, Angestellte sind auch keine Führungskräfte (Als Chef würde ich denen aber ne Abmahnung verpassen!) und sehen nur den eigenen kleinen Vorteil. Kommen wir mal z Führungskräften, also Inhaber oder Teilhaber. Würden DIE sowas machen??? Selbst wenn sie bei der Konkurrenz umsonst essen dürften???
Es ist halt immer eine Frage, was man ist und was man womit erreichen möchte. Manches tut man dann gezielt, UM etwas zu erreichen oder unterlässt es bewusst, UM keine ungewollten Effekte zu erzielen. Wem es aber egal ist, was man erreicht, der wird eher machen, was er will.
Was ich damit sagen möchte:
Wer nur Produkte verkauft, der wird sich da nicht viele Gedanken machen. Wer aber ein Geschäft "verkaufen" möchte, für den sollte auch das Image des Geschäfts wichtig sein (nicht nur das eigene) und die Wirkung dessen, was man tut.
05-03-2007 09:01:47 pm by Beach-Paul
Hallo,
erstmal möchte ich mein Kompliment dafür aussprechen, daß Themen wie dieses hier im Forum behandelt werden. Damit wird ein guter Beitrag geleistet, um die MLM-typische Kompetenzlücke in puncto Marketing zu schließen.
Von den hier dargestellten Methoden sind m. E. für "Otto Normalnetworker" jene am interessantesten, die sich in Eigenregie - also ohne Beteiligung des Networksunternehmens - leicht selbst umsetzten lassen.
Das sind nach meiner Meinung:
- Product Bundling
- Cross Selling
- Verkaufs- und Vertriebspartnerschaft
(wobei die Grenzen zwischen Nr. 2 und Nr. 3 fließend sein dürften).
Diese drei Instrumente eignen sich - meiner Meinung nach - gut für Networker, die bei mehreren Networks eingeschrieben sind, ebenso wie für Networker, die mit VPs anderer Unternehmen befreundet sind und ihre Aktivitäten zum gemeinsamen Vorteil bündeln wollen.
Zum Teil wird das ja auch wohl schon umgesetzt, wie man an den Aktivitäten verschiedener Forenmitglieder sehen kann.
MbW
BP
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| Wer ist online? |
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Insgesamt sind 5 Benutzer online: Kein registrierter, kein versteckter und 5 Gäste
Keine
[ Komplette Liste anzeigen ]
Der Rekord liegt bei 269 Benutzern am 16/2/2005, 23:50. |
| Umfrage |
| Wieviel % Eurer Downline sind tatsächlich aktiv? |
| 10 % |
[ 16 ] |
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39% |
| 20 % |
[ 10 ] |
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24% |
| 30 % |
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12% |
| 50 % |
[ 3 ] |
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