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MLM-Infos.com
Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beiträge: 578

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Der Mensch – ein Automat auf Neuronenbasis?
Die westliche Welt orientiert sich weitestgehend an dem Prinzip, dass wir
sind, was wir denken. Will heißen: Wir definieren uns über unseren
Verstand. Kein Gedanke heißt folglich auch – kein Mensch. Und auf
unsere Ratio, unsere vermeintliche Intelligenz bilden wir uns eine ganze
Menge ein. Ist es doch genau das, was uns von den Tieren zu
unterscheiden scheint. Da können wir mit den Schimpansen noch so
lange 98% unseres Erbguts teilen, letztlich sind wir es, die Autos und
Computer bauen und den Planeten verschmutzen.
Wir sind so vernarrt in unseren Verstand, dass wir dabei ein kleines, aber
letztlich ausschlaggebendes Detail außer Acht lassen. Die Tatsache
nämlich, dass wir weitaus weniger von unserem Verstand geleitet
werden, als vielmehr von unserem Unterbewusstsein resp. von zum
Zwecke der Automatisierung abgespeicherten Erfahrungen.
Das hat, rein physisch betrachtet zum Beispiel den angenehmen
Nebeneffekt, dass unsere Verdauung dankenswerter Weise ohne den
Beitrag unseres Verstands, ganz automatisch funktioniert, ebenso wie
unser Herzschlag, unsere Atmung usw. – also alle Körperfunktionen.
Während wir dies als angenehm und gegeben hinnehmen, können andere
automatisierte Bereiche schon weitaus kritischer betrachtet werden.
Nehmen wir an, Sie fahren in den wohlverdienten Urlaub, beziehen ein
gemütliches Zimmer in einem schönen Hotel, richten sich dort häuslich
ein und benutzen zum ersten Mal das Badezimmer, um genauer zu sein,
die Toilette. Wie Sie es gewohnt sind, greifen Sie nach Verrichtung des
Notwendigen zum Toilettenpapier und – greifen ins Leere. Irritation, der
Adrenalinspiegel steigt ein wenig, ein verdutzter Blick zu Seite. An der
vermuteten Stelle, nämlich die Stelle, an der sich bei Ihnen zu Hause das
Toilettenpapier befindet, befindet sich hier – Nichts. Das Toilettenpapier
ist hier genau auf der anderen Seite angebracht.
Sie dürfen getrost davon ausgehen, dass Sie in den kommenden Tagen
noch mehrmals gedankenverloren ins Leere greifen werden. Um uns den
Alltag zu erleichtern hat unser Gehirn nämlich so etwas wie eine
Datenautobahn angelegt, die Sie dazu befähigt, ohne darüber
nachzudenken oder auch nur Hinsehen zu müssen, an der richtigen Stelle
nach dem Toilettenpapier zu greifen. Wunderbar nicht wahr?
Ärgerlich nur, wenn die Gegend in der wir uns real befinden, leider nicht
mehr der Landkarte entspricht, die wir im Kopf abgespeichert haben.
Dann funktioniert die Datenautobahn nämlich nicht mehr und nicht nur
das, wir sind für einige Zeit reichlich irritiert.
So kann es Ihnen durchaus passieren, dass Sie am nächsten Morgen im
Hotelbadezimmer verzweifelt nach Ihrer Zahnbürste Ausschau halten, die
eben, dem veränderten Platzangebot des gemieteten Badezimmers Tribut
zollend, an einem anderen Platz weilt, als sie das zu Hause zu tun pflegt.
Natürlich ist die Zahnbürste da, Sie erinnern sich, sie eingepackt zu
haben, und auch wieder ausgepackt aber wo nur haben Sie sie dann
hingestellt. An diesen Stellen muss unser Gehirn schon am frühen Morgen
Höchstleistungen erbringen – von wegen Urlaub und Erholung.
Solche kleinen Phänomene des Alltags kennen auch Ehepaare zur Genüge
und oft genug führen sie mithin zu heftigeren Wortwechseln. Sie zu
ihm: „Hol’ doch mal zwei Weingläser aus dem Küchenschrank“. Er steht
vor dem mit Gläsern gefüllten Schrank und sieht den Wald vor lauter
Bäumen, in diesem Fall die Weingläser vor lauter Glas nicht. Folgerichtig
kommt der Ruf zurück: „Wo sind die, Liebling?“ Je nachdem wie lange die
beiden bereits Ihr Leben miteinander fristen, wird die Antwort der
Hausfrau mehr oder weniger geduldig ausfallen. Im schlimmsten Fall
steht sie in wenigen Sekunden wutschnaubend hinter Ihrem Gatten, greift
ohne Hinzusehen in den Schrank und entnimmt diesen mit dem schnöden
Kommentar „Da!“ (nicht gesagt bleibt: Du Depp!) zwei Weingläser. Liebe
Ehefrauen, kriegt Euch wieder ein. In Eurem Kopf ist eine genaue
Landkarte des Gläserschranks abgespeichert, der im Kopf Eurer geliebten
Gatten leider völlig fehlt. An dieser Stelle befinden sich in Männerköpfen
sämtliche Formel 1-Rennstrecken. Also stehen Männer beim Öffnen des
Küchenschranks vor einem gänzlich unbekannten Terrain, zu dessen
Erkundung sie auch unter Zuhilfenahme eines Navigationssystems erst
Mal einige Zeit benötigen würden. Da Sie den Wein wahrscheinlich noch
am gleichen Abend zu trinken gedachten, ist die Frage „Wo?“ ein
regelrechte Prozessbeschleunigung.
Tatsächlich ist es so, dass der menschliche Organismus nach dem
Prinzip „minimaler Aufwand bei maximalem Ertrag“ funktioniert und zwar
in allen Bereichen. So speichert unser Gehirn Wiederholungen ab, bildet
aus einzelnen Neuronenverbindungen langsam ganze Neuronenstränge,
also regelrechte Datenautobahnen und hilft uns die alltäglichen
Kleinigkeiten weitestgehend zu automatisieren, so dass sie nicht Tag für
Tag erneute Denkleistung erfordern. Das Wiederholungsmuster dürfte
uns noch aus Schultagen bekannt sein, wo man uns zwang den erlernten
Stoff auch immer und immer wieder durchzukauen, bis er irgendwann
nahezu automatische Antworten produzierte. So kommt es, dass ich bis
heute noch den Anfang der Aeneis auswendig im entsprechenden
Versmaß herunterleiern kann, auch wenn ich dafür nur wenig nützliche
Verwendung habe.
Es ist also in der Tat so, dass wir einen Großteil unseres täglichen Lebens
so zu sagen im Autopilot-Modus verbringen, ohne weiter darüber
nachzudenken. Die frei gewordenen Kapazitäten in unserem Gehirn
können wir dann (nein nicht zum Fernsehen) dazu nutzen, uns Sorgen
über die Zukunft zu machen, uns zu überlegen, warum der blöde Nachbar
schon wieder nicht gegrüßt hat oder Pläne zu schmieden, wie wir dieses
Woche dem unvermeidlichen Besuch des geliebten Schwiegertigers doch
noch entkommen könnten.
Aber auch wenn diese nutzbringende Verwendung unseres Gehirns ein
anderes Thema ist, sei Ihnen dennoch empfohlen häufiger mal Ihre
Gewohnheiten zu verändern (Sie müssen ja nicht gleich den
Toilettenpapierhalter aus der Wand reißen), andere Wege zu gehen. Das
hält, so die Wissenschaft, unser Gehirn jung und aktiv.
Also, täglich ein neuer Platz für die Zahnbürste schützt auch Sie vor Alzheimer.
Wie Sie darüber hinaus vom reinen Hirnbesitzer zum aktiven Hirnbenutzer
werden, erfahren Sie unter anderem in den Mentaltrainings von Life2-
Seminare. Hintergrundinformationen und aktuelle Termine finden Sie unter www.life2.de
Life2-Seminare, eine Seminarreihe der MPM - Merkur Personality
Management GmbH ist Veranstalter von Mentaltrainings sowie EFT-
Seminare (EFT = Emotional Freedom Technique) in Deutschland,
Österreich und der Schweiz.
Die Autorin, Kirsten Erlenbruch ist seit 998 selbständig als Unternehmensberaterin, Coach und Trainerin.
Seit mehr als 20 Jahren beschäftigt Kirsten Erlenbruch sich intensiv mit
den Themen Psychologie, Spiritualität und fernöstliche Philosophie.
Kirsten Erlenbruch hat eine Feng-Shui und Business Feng-Shui-Ausbildung
bei Isolde Schaeffer und Marc Häberlin absolviert. Sie wurde von Prof.
Max Lüscher in medizinischer Farbdiagnostik unterwiesen und hat bei Dr.
Bodo Köhler die Grundtonbestimmung erlernt.
Kirsten Erlenbruch ist Diplom-Mentaltrainerin, EFT-Trainerin (EFT-CC und
EFT-ADV), lizenzierter EmoTrance Practitioner sowie NLP-Practitioner
(DVNLP). Im August 2006 Teilnahme am EFT Masters-Bootcamp unter der
Leitung von Gary Craig in Denver, Colorado. Im Juni 2007 Teilnahme an
einer Weiterbildung in PET - Provocative Energy Techniques unter der
Leitung von Dr. David Lake und Steve Wells.
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