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Peter Itzel
Alter: 52
Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 444
Wohnort: Offenbach

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Hallo Forenleser,
dass das Thema NE sehr brisant ist, muss wohl nicht weiter erläutert werden. Unabhängig davon gibt es mehr Contras als Pros. Eigentlich müsste man meinen, man kann sich sein eigenes Urteil erlauben.
Aber kann man das wirklich ??
Ich behaupte: " NEIN"
Das Schlimme dabei ist, dass ich immer wieder fest stellen muss, dass wir
in dieser Frage offensichtlich so geschickt manipuliert werden und blind
alles glauben, was irgendwo in irgendeiner Form publiziert wird.
So habe ich zwar eine Zufuhrempfehlung an Vitaminen und Mineralstoffen
für Deutschland der DGE gefunden:
http://www.novafeel.de/ernaehrung/vitamin/zufuhrempfehlung-dge.htm
aber es existiert keine aussagekräfte Nährstofftabelle der unterschiedlichsten Obst- und Gemüsesorten, aus der hervorgeht, wie hoch der jeweilige Vitamin- und Nährstoffgehalt in mg pro 100 Gramm
ersichtlich ist.
Wie soll also Otto-Normalverbraucher selbst an seinem Ernährungsverhalten überprüfen, ob er sich ausreichend mit den empfohlenen Mengen täglich grundversorgt ? Sitzt evtl. die Masse der
Menschen einem Trugschluß auf ?
Auf der einen Seite ist wissenschaftlich eindeutig erwiesen, dass die Ernährungsweise ursächlich in Verbindung mit den meisten Erkrankungen
steht, aber wie soll eine Empfehlung, die sowieso eigentlich nur auf den
gesunden Menschen angewandt werden kann, auf ihre Richtigkeit hin überprüft werden, wenn es keine Kontrollmöglichkeit dafür gibt ?
Ein weitere Aussage, die ich auf der DGE-Seite gefunden habe, trägt nur noch zur weiteren Verwirrung bei:
Zitat:Aus dem Bereich: Presse
Gemüse und Obst - Multitalente in Sachen Gesundheitsschutz
07.06.2005
Sekundäre Pflanzenstoffe haben es in sich
DGE-aktuell 07/2005 vom 07.06.2005
Die spannende Frage lautet derzeit: Wie viele sekundäre Pflanzenstoffe braucht der Mensch? Dies kann trotz aller Forschung noch nicht beantwortet werden. Für konkrete Zufuhrempfehlungen oder Bedarfsangaben fehlen derzeit noch die wissenschaftlichen Grundlagen, stellt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) in ihrem Ernährungsbericht 2004 fest.
Die Forschung wird noch Zeit und viele Untersuchungen, insbesondere am Menschen benötigen, um Angaben zur optimalen Aufnahmemenge machen zu können; das betrifft sowohl Angaben zu einzelnen sekundären Pflanzenstoffen als auch deren Gesamtmenge und die exakte Wirkweise. Vielleicht beeinflussen sich die sekundären Pflanzenstoffen gegenseitig, vielleicht wirken sie nur dann schützend, wenn sie zusammen mit den in Obst und Gemüse vorhandenen Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen verzehrt werden.
Die DGE stellt deshalb fest: „Zur Zeit gibt es keine Alternative zu Obst und Gemüse. Obst, Gemüse - inklusive Hülsenfrüchte - und Vollkornprodukte sollten die Basis unserer Ernährung bilden.” Weder Nahrungsergänzungsmittel mit einzelnen oder Gemischen von verschiedenen sekundären Pflanzenstoffen noch Nahrungsergänzungsmittel aus Gemüse- und Obstextrakten sind eine Alternative zum täglichen Verzehr von 5 Portionen Gemüse und Obst in roher und erhitzter Form. Das bedeutet konkret: 3 Portionen bzw. 400 g Gemüse pro Tag und 2 Portionen bzw. 250 g Obst
Die Forschung weiß also noch nicht alles und es werden Vermutungen angestellt. Auf der anderen Seite gibt es keine Empfehlung für NEM, dafür
aber die konkrete Empfehlung auf gewisse Quantitäten an Obst und Gemüse, deren tatsächlichen Inhaltswerte nicht belegt werden.
Wie Glaubwürdig kann eine Bundesinstitution sein, die auf der einen Seite
vorgibt Allwissend zu sein und es offensichtlich doch nicht ist und auf der
anderen Seite keine Empfehlungen für NE ausspricht, oder aussprechen
darf ?
Auch die Kritiker von NEM sollten einmal ohne fest gebrannte Vorurteile sich darüber mal Gedanken machen.
Liebe Grüße
Peter Itzel |
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Marion Vosen

Anmeldungsdatum: 24.06.2007
Beiträge: 311
Wohnort: Gillenfeld

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Hallo Peter,
da hast Du vollkommen Recht. Ich habe auch versucht, etwas über unsere Ernährung und den Vitaminbedarf herauszubekommen. Das Ergebnis ist, ich bin total verunsichert. Ich habe auf einigen Seiten folgendes gelesen: "Es ist keine Frage, was wir für Nahrungsergänzungsmittel nehmen, sondern welche". Liest man dann aber wiederum auf ärztlichen Seiten, so kann man feststellen, dass Vitamine und Mineralien kaum eine positive Wirkung hat. Im Gegenteil, teilweise sollen sie auch schädlich sein.
Auf einem Seminar von LR habe ich gehört, dass man unbedingt den Homocysteinwert im Blut überprüfen lassen soll (Ist wohl schon seit Jahren bekannt). mein Arzt wollte erst nicht, nur auf Drängen von meiner Seite (Selbstverständlich auf meine Kosten) wurde der Test gemacht. Der Wert 11,98. Laut einigen Internetseiten zu hoch. Laut meines Arztes und des Labors vollkommen o.k.
Meine Familie und ich trinken regelmäßig Aloe Gel und fühlen uns gut. Ich trinke eins mit zusätzlichem Vitamin E. Mein Arzt sagte jetzt, dass das gefährlich wäre.
Also, man weiß wirklich nicht, wie man es richtig macht. Und um so mehr man sich damit beschäftigt, um so undurchsichtiger wird alles.
Die Erfahrung habe ich leider gemacht. |
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Herr Jundt
Freund

Alter: 28
Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 3907
Wohnort: Meckenheim

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Die Frage "Wie glaubwürdig sind die Ernährungsempfehlungen ?"
beantworte ich mit sehr unglaubwürdig. Eine Diskussion zu dem Thema
gab es ja schon und hier immer mit dem gleichem Ergebnis, die eine sind
für NE die anderen gegen.
Ohne jetzt zu streiten möchte ich einfach folgendes Buch empfehlen.
Es ist nicht ganz billig aber sehr gut. Orthomolekulare Medizin. Ein Leitfaden für Apotheker und Ärzte
http://www.amazon.de/Orthomolekulare-Medizin-Leitfaden-Apotheker-%C3%84rzte/dp/3804719279
In dem Buch wird sehr sachlich und fachlich jeder Nährstoff aus der
Nahrung erklärt. Wo es vorkommt, wie es absorbiert wird, ab welche
Menge es heilend wirkt und ab welcher Menge es zu Nebenwirkungen
kommen kann. Wie schon der Titel sagt wurde das Buch extra für Ärzte
geschrieben, damit sie bestimmte Krankheiten mit Vitaminen und Co.
behandeln sollen, weil das besser und wirksammer ist. Das Werk gehört
aber im Mdizienstudium wahrscheinlich nicht zum Standart, so das sich
sehr wenige damit auskennen.
Ich denke für jeden der sich mit NE behandeln will ist das Buch ein muss. |
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_________________ Fremde sind Freunde, die man noch nicht kennt. |
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Manni

Alter: 50
Anmeldungsdatum: 29.12.2005
Beiträge: 1444
Wohnort: Hof/Saale

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In einer unserer Apotheken wird einem hierbei geholfen. Die notwendigen Untersuchungen, (kostenpflichtig) nimmt der Ehemann/Heilpraktiker der Apotehkerin vor.
Je nach Ergebniss kann man dann mit einer monatlichen Ausgabe für die entsprechenden Mittel so von 100,- Euro an aufwärts kalkulieren.
Da bleib ich lieber bei meinen Leisten  |
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_________________ Gruss
Manni
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Peter Itzel
Alter: 52
Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 444
Wohnort: Offenbach

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@ Marion
Du hast absolut recht. Es gibt sehr viele veröffentlichte Studien, die das Gegenteil im Bereich Vitamine behaupten. Allerdings handelt es sich i.d.R.
ausschließlich um synthetisierte Vitamine, die aus ihrem Nährstoffverbund
an sekundären Pflanzenstoffen, Flavanoiden und Mineralien herausgelöst
wurden. Die wenigsten Ärzte sind in der Ernährungsphysiologie ausgebildet. Die sind, genauso wie im Medikamentenbereich, auf die Aussagen angewiesen, die sie erhalten.
@ all
Das Thema halte ich wirklich für sehr brisant. Und eigentlich betrifft es letztlich Jeden. Mir geht es auch gar nicht um das Thema NE in diesem
Zusammenhang, sondern ausschließlich darum, dass die Wissenschaft keine vernünftige Aussage im Ernährungsbereich treffen kann. Zwar
werden ständig irgendwelche Studien veröffentlicht und es wird behauptet,
dass es keine Mängel gibt, aber es gibt keinerlei veröffentlichte Nährstofftabellen, an denen man erkennen könnte, ob das tatsächlich auch so ist. Alleine diesen Umstand halte ich für mehr als nur bedenklich !!!
Gehen wir doch einfach mal davon aus, dass unsere Zellen durch das Blut mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt werden. Ein Übermaß auf der einen und ein Defizit auf der anderen Seite, sehe ich als Auslöser für die
Entstehung der meisten Krankheiten. Kein Medikament kann Defizite ausgleichen. Das ist unbestritten. Man forscht zwar ständig an irgendwelchen Medikamenten, aber an der Erforschung der Grundursache
mangelt es offensichtlich. Zumindest halte ich die oben zitierte Aussage der
DGE für ein Armutszeugnis und sehe das als Beweis, dass es absolut unklar ist, inwieweit unsere Ernährung wirklich ausreichend ist.
Liebe Grüße
Peter Itzel |
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