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Nathan der Weise

Alter: 48
Anmeldungsdatum: 04.10.2004
Beiträge: 234

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Testverfahren für Vitamin- und Mineralstoffmängel
Vitamine und Mineralstoffe sind für Ihre geistige und körperliche Fitness
unverzichtbar. Außerdem schützen sie vor schädlichen Umwelteinflüssen
und helfen bei Alltagsstress. Fehlen diese Mikronährstoffe, bemerken Sie das
meist umgehend: Bei Vitaminmangel sinkt Ihre Leistungsfähigkeit, Sie fühlen
sich schlapp, kraftlos und sind anfälliger für Infektionen.
Wenn Sie unter diesen Symptomen leiden, könnte es an der Zeit sein, sich
auf einen möglichen Vitalstoffmangel untersuchen zu lassen. Welche
Methoden dafür zur Verfügung stehen, was die Untersuchungen kosten und
welche Werte Sie unbedingt kennen sollten, haben wir in diesem Beitrag für
Sie zusammengestellt.
Ungesunde Ernährung oder Darmerkrankungen können zu Mängeln führen
Menschen, die das ganzjährig breite Angebot an frischem Obst und
Gemüse nutzen, werden in der Regel ausreichend mit Vitalstoffen versorgt
sein. Wichtig ist es außerdem, möglichst wenig industriell verarbeitete
Lebensmittel und ausreichend Milchprodukte zu verzehren. Weiterhin
sollten Sie darauf achten, Ihre Lebensmittel möglichst frisch zu kaufen, sie
nicht zu lange zu lagern und sie schonend zuzubereiten. Es gibt jedoch
Risikogruppen, die häufig zu wenig Vitalstoffe aufnehmen.
Vitalstoffmängel können auftreten bei:
-Menschen mit einseitiger Ernährungsweise
-Rauchern
-Menschen mit erhöhtem Alkoholkonsum
-Schwangeren und Stillenden
-älteren Menschen
-Menschen mit Magen-Darm- Erkrankungen
-Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen müssen (z. B. Schmerzmittel, Antibiotika, Östrogene)
Eine Haarmineralanalyse ist zu ungenau
Wenn Sie zu diesen Risikogruppen gehören, sollten Sie einmal überprüfen
lassen, ob Sie noch ausreichend mit Vitalstoffen versorgt sind. Aber
Vorsicht, nicht jedes Diagnoseverfahren, das Ihnen angeboten wird, ist
auch tatsächlich sinnvoll. Oft versprechen Werbeanzeigen in der Zeitung,
im Internet oder aber in der Apotheke einen kostenlosen Vitamin-Check.
Meist stellt sich dabei heraus, dass Sie alle möglichen Mängel haben, die
sehr leicht durch die Einnahme von umgehend angepriesenen, völlig
überteuerten Vitamin- und Mineralstoffpräparaten zu beheben seien, die
angeblich „ganz speziell auf Sie“ zugeschnitten sind. Fallen Sie auf solche
Angebote nicht herein.
Nicht empfehlenswert ist auch die so genannte Haarmineralanalyse, denn
das Haar steht nicht mit den Körperspeichern im Gleichgewicht; ein Defizit
kann so erst spät nachgewiesen werden. Außerdem verfälschen
Umwelteinflüsse (z. B. Shampoo) sowie Alter, Geschlecht und Haarlänge
die Analyseergebnisse. Neben der Haaranalyse werden auch noch weitere
alternative Nachweisverfahren angeboten, die ebenfalls keine verlässlichen
Ergebnisse liefern.
Ungenaue Verfahren sind außerdem:
-angewandte Kinesiologie
-Bioresonanztestungen
-Dunkelfeld-Blutdiagnostik
-Elektroakupunktur nach Voll
-Mikro-Test A (Messung von Körperschwingungen)
Das einzige Labor-Verfahren, das wirklich eine verlässliche Aussage über
Nährstoffmängel erlaubt, ist eine Blutuntersuchung.
Lassen Sie nur ausgewählte Werte bestimmen
Ihr Hausarzt kann zwar das Blut abnehmen, ist aber meist nicht für die
Analysen gerüstet. Fragen Sie vor der Bestimmung Ihren Arzt oder einen
Labormediziner, welche Kosten voraussichtlich auf Sie zukommen. Sie
können für eine sehr umfangreiche Blutanalyse zwischen 500 und 1.000 €
betragen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten nur dann, wenn
eine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Erkundigen Sie sich deshalb
besser vorher auch bei Ihrer Kasse. In vielen Fällen reicht es jedoch aus,
sich bei der Analyse auf die acht wichtigsten Laborwerte zu konzentrieren.
Insgesamt werden Sie dafür weniger als 200 € an Laborkosten bezahlen
müssen. Im Folgenden stellen wir Ihnen die Nährstoffe kurz vor, auf die
Sie bei der Analyse besonderen Wert legen sollten.
B-Vitamine schützen Ihre Gefäße
Ein Mangel an Folsäure, Vitamin B12 und Vitamin B6 führt zu einem
erhöhten Homocysteinspiegel im Blut. Homocystein ist ein Zwischenprodukt
im Eiweißstoffwechsel und benötigt diese Vitamine zu einem Abbau. Zu
hohe Homocystein-Konzentrationen können die Blutgefäße schädigen und
gelten als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Schlaganfall,
Thrombose oder Herzinfarkt). Gerade bei älteren Menschen kann die
Aufnahme dieser Vitamine im Darm gestört sein. Vitamin-B12-Mangel ist
in Deutschland beispielsweise der am häufigsten zu therapierende
Vitaminmangel. Ein einheitlicher Grenzwert existiert bisher jedoch nicht.
Lag früher der Normalwert unter 15, so werden inzwischen erst Werte
unter 10 µmol/l als unbedenklich angesehen. Ein höherer Wert kann daher
auf einen Mangel an den genannten B-Vitaminen hindeuten. Der beste
Folsäure- Indikator ist die Messung von Folsäure in den Erythrozyten, also
den roten Blutkörperchen. Werte unter 320 nmol/l werden als Mangel
gewertet. Vitamin B12 wird am besten im Blutplasma gemessen. In der
Regel gelten Werte unter 360 pmol/l als Anzeichen für ein mögliches Defizit.
Vitamin C, D und E wehren freie Radikale ab
Raucher und Menschen mit erhöhter Infektanfälligkeit haben einen
gesteigerten Bedarf an Vitamin C. Die Konzentration von Vitamin C im
Blutplasma spiegelt die Versorgung gut wider. Werte unter 11 µmol/l
gelten als Mangel. Wenig Sonnenlicht und die gestörte Aufnahme von
fettlöslichen Vitaminen im Darm können zu einem Vitamin-D-Mangel
führen. Vor allem Frauen haben hierdurch ein höheres Risiko für
Osteoporose. Im Labor wird Vitamin D im Blutplasma bestimmt. Werte
unter 25 nmol/l zeigen eine schlechte Vitamin-D-Versorgung an.
Vitamin E ist ein wichtiges Antioxidans für den Körper – es dient als
Zellschutz und kann darüber hinaus vor Gefäßerkrankungen wie
Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall schützen. Am häufigsten
wird Vitamin E in Form von alpha-Tocopherol im Plasma bestimmt. Werte
unter 11,6 µmol/l gelten als Mangel.
Die wichtigsten Spurenelemente sind Zink und Selen
Selen und Zink sind wichtige Co-Faktoren für Enzyme, ohne die wichtige
Reaktionen im Körper nicht ablaufen. Zink wird für den Eiweißstoffwechsel
benötigt; es hat antioxidative Eigenschaften und ist wichtig für die
Wundheilung sowie die Immunabwehr. Bei einem Zinkmangel sind
Muskulatur und Knochen in der Lage, eine Zeit lang reichlich Zink
freizusetzen, sodass die Bestimmung im Blut keine gesicherten Aussagen
über einen Mangel erlaubt und äußerst ungenau ist. Die Werte schwanken
bei derselben Person am selben Tag um bis zu 25 %. Als Mangel werden
Werte unter 9 µmol/l angesehen. Selen ist ein wichtiger Wachstumsfaktor
für fast alle Zellen und Bestandteil vieler Enzyme. Als idealer Wert gelten
Blutspiegel von 1,9 µmol/l. |
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