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 Herr Jundt
Freund


Alter: 28
Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 3893
Wohnort: Meckenheim

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BeitragVerfasst am: 11/4/2005, 20:16  Titel:  Mindestumsatz als Betriebsausgabe!? Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Viele Networkmarketing Firmen haben einen Mindestumsatz. Nun habe ich gehört, dass man diesen als Betriebsausgabe absetzen kann, wenn man einen Gewerbeschein hat. Wenn das wahr ist, öffnet es neue Argumente. Normal kann man Vitamine nicht absetzen. Aber wenn es so geht dann könnte es so aussehen. 200 Euro Monatlich in der Familie mal 12 = 2400 Ausgaben. Bei einem Spitzensteuersatz von 25% währen dass 600 Euro Steuererstattung. Bei einem höherem Steuersatz noch mehr.

Es trifft dann auch für alle Produkte zu, da es ja Waren sind die man in einem Betrieb braucht.

Wer hat genaure Infos oder Erfahrungen?
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 senso
Gast






BeitragVerfasst am: 15/4/2005, 08:58  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Moment, ich frag mal in unserer Steuerkanzlei nach, hab heute sowieso nen Termin. Ich denke gegen Mittag kann ich fachliche Antwort geben, nicht nur BlaBla.

Liebe Grüße

Jürgen
   Online
 senso
Gast






BeitragVerfasst am: 15/4/2005, 11:04  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Bin früher fertig geworden, und kann nun Auskunft geben.

Eigenumsatz der gefordert wird besteht aus: persönlichem Umsatz vom Waren die an Kunden weitergegeben (verkauft) werden oder Eigenverbrauch vom Waren, die zum Einkaufpreis bezogen werden. Der Steuerberater geht davon aus daß niemand die Waren bezieht um sie wegzuwerfen.

Also: Produkteinkauf als Eigenumsatz zum Weiterverkauf ist buchhalterisch Wareneinkauf, dem Warenverkauf gegengerechnet wird. Also keine Betriebsausgabe im gefragten Sinne.

Prdoukteinkauf zum Eigenverbrauch ist Wareneinkauf, dem eine Privatentnahme (Gewinn) zum gleichen Preis gegengerechnet wird.

Also mindert der Wareneinkauf zwar den Unternehmensgewinn, der Warenverkauf und die Privatentnahme erhöht den Gewinn aber.

Eine Ansatzmöglichkeit ist aber: Wareneinkauf zu Vorführ- oder Demonstrationszwecken oder als werbemittel oder Kundenpräsente stellen eine Ausgabe dar, der keine Einnahme gegenübersteht, mindern also den Unternehmensgewinn.

Konkretes Beispiel: Bei einer Kosmetikvorführung wird ein Nagellack gezeigt. Der Nagellack ist gebraucht und kann nicht mehr verkauft werden, wurde aber eingekauft. Dieser Einkauf stellt eine Betriebsausgabe dar.

Wir führen dazu Listen über Vorführprodukte, Eigenverbrauch und Geschenke.

Vorführprodukte/Geschenke = steuerlich Verlust
Eigenverbrauch = steuerlich Gewinn

Da ich selber nicht beteiligt bin darf ich die Steuerkanzlei Dr. Stölzl/Augsburg empfehlen, die haben sich schon fast auf MLm spezialisiert.
http://www.der-online-steuerberater.de Man kann sich gerne auf uns (Claudia und Jürgen Sauter berufen, die haben auch ein geniales Buchungssystem, MLM-Firma unabhängig.

Hoffentlich konnte ich helfen.


Jürgen
   Online
 Herr Jundt
Freund


Alter: 28
Anmeldungsdatum: 08.09.2004
Beiträge: 3893
Wohnort: Meckenheim

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BeitragVerfasst am: 15/4/2005, 11:14  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Ja danke. Auch der Tip mit dem Steuerberater für MLM Kunden ist sehr gut.
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 hemmerling



Alter: 46
Anmeldungsdatum: 16.12.2004
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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 09:32  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Es kommt noch dicker.
Wenn Ihr den Zwangseigenumsatz "geschäftlich" verbucht und dann doch mal ein Vitamin "privat" konsumiert, ist Umsatzssteuer fällig...

das bekannte Existenzgründer-Beispiel ist ja immer:
Privatauto an eigene Firma verkauft, und dann Rückkauf - da ist dann auch plötzlich Mehrwertsteuer fällig...

Grüße
Rolf
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Network Marketing funktioniert nur, weil man weiß, wie es
geht - nicht, weil man gerade dringend Geld braucht . . . (Robert Pauly)
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Monika Löhrer

Timo Müller

Kaja Melcher

Andrea Wedel
  
 Beach-Paul




Anmeldungsdatum: 16.07.2006
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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 10:54  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

So dick ist nun auch wieder nicht.

Wenn Du in einem fremden Laden Vitamine zum Eigenverbrauch einkaufst, zahlst Du ja auch Umsatzsteuer.

Die Sache mit dem Auto steht da noch auf einem anderen Blatt. Ist auch nur dann von Bedeutung, wenn der Unternehmer mit ´ner GmbH o.ä. tätig ist.

Mit besten Wünschen
Beach-Paul
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 hemmerling



Alter: 46
Anmeldungsdatum: 16.12.2004
Beiträge: 1847
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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 11:15  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

@Beach-Paul:
Der Zwangs-Eigenkonsum ist aber vom MLM-Unternehmen zunächst mal als "privater" Konsum des MLM-Partners geplant, oder nicht ?
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 Beach-Paul




Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 11:39  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo Rolf,

frag mich nicht, wozu die Pflicht-Abnahmen in verschiedenen MLMs im einzelnen gut sind.

Je höher die Mindestabnahme, desto weniger kann sie wohl zum Eigenverbrauch dienen.

Aber nehmen wir an, Du handelst mit Lebensmitteln. Die kaufst Du de facto zum Nettopreis ohne MwSt. ein, und wenn Du in Deinem eigenen Laden das Futter für Dich selbst kaufst, musst Du darauf natürlich wieder Umsatzsteuer entrichten.

Umsatzsteuertechnisch gesehen also ein Nullsummen-Spiel.

Mit besten Wünschen
Beach-Paul
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 Martin Klauder




Anmeldungsdatum: 30.12.2005
Beiträge: 2762
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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 12:40  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Beach-Paul hat folgendes geschrieben:

frag mich nicht, wozu die Pflicht-Abnahmen in verschiedenen MLMs im einzelnen gut sind.


Daraus entstehen (garantierte) Gewinne welche teilweise wieder an die Upnlines ausgeschüttet werden.

Beach Paul .....was denkst Du warum hier manche grinsend sagen das PRODUKT wäre völlig nebensächlich.

Die MLM Methode als annerkannter + effizienter Vertriebsweg wird dadurch wenig etabliert.

Im Gegenteil es entstehen schnellsterbende Gebilde.

Gruss Cat
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 Beach-Paul




Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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BeitragVerfasst am: 24/9/2006, 14:16  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Hallo Cat,

ich habe nichts gegen Mindestabnahmen, wenn ich mit der Ware was sinnvolles anstellen kann.

Dieser Sinn erschließt sich mir aber nicht bei allen Networks.

Daß immer irgendwer an der Mindestabnahme verdient, ist mir schon klar.

Mit besten Wünschen
Beach-Paul
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