Was haltet ihr eigentlich von den Bahnstreiks?
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RAK

Alter: 55
Anmeldungsdatum: 29.09.2006
Beiträge: 4646
Wohnort: Eisenhüttenstadt

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Ganz einfach Paul.
Wenn die Frisöre dauernd streiken würden,
würdest Du ganz schnell so ausehen wie ich.
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Dirk Hering
Networker
Alter: 29
Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beiträge: 3412
Wohnort: Gelsenkirchen

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hoffe nur das die nächsten Samstag nich mehr streiken, da ich ja auf eine Art Ausstellung eingeladen bin von einer Forumskollegin und da würd ich ja so gern hinfahren...
so long...
Dirk |
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Account gesperrt2
Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 732

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Hallo BP,
zum einen habe ich die Berufsgruppen aufgeführt welche ich aufgeführt habe da mir diese Spontan eingefallen sind.
Zum anderen habe diese Berufsgruppen erwähnt weil diese wirklich hart (und nein das ist nicht Ironisch gemeint) für deren Geld arbeiten müssen.
Haben Sie schon mal als Friseur gearbeitet?
Ich persönlich nicht doch weis ich welche körperliche Belastung dieser Job mit sich bringt.
Oder haben Sie schon mal als Bäcker gearbeitet?
Ich schon und auch da kann ich mitreden welche körperliche Belastung dieser Beruf mit sich bringt.
Sicherlich wird es immer Berufe geben die besser entlohnt werden die der Zugführer / Zugführerinnen oder auch des Bahnbegleiters / Bahnbegleiterin. Doch gibt es zahlreiche Berufe welche deutlich schlechter entlohnt werden.
Nun allerdings zu sagen das die Zugführer / die Zugführerin sich doch nicht so anstellen sollen da die doch gut bezahlt werden für das drücken einer Pedale ist natürlich auch nicht angebracht. Denn die haben schon mehr zu tun wie nur eines Pedals zu drücken, doch wirklich kaputt machen die sich bei dem Job auch nicht.
Wie bereits erwähnt ist eine Lohnanpassung in anbetracht der Inflationsrate angebracht und dieses gilt für alle Berufe.
Doch gibt es, wie man sehen kann, auch etliche Berufe welche deutlich geringer entlohnt werden und von denen Streikt so weit keiner. Zumindest ist mir kein Streik von zum Beispiel Friseuren bekannt.
MfG
Timo80 |
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Beach-Paul
Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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Hi Timo,
was hat der Friseur mit dem Einkommen der Lokführer zu tun?
Haben die Lokführer behauptet, sie würden streiken, um sich von Friseuren abzuheben oder was?
Soll das gesamte Lohngefüge sich jetzt daran ausrichten, was Friseure verdienen?
Machen die Unternehmer dann auch mit und sagen "15% Rendite sind unanständig, solange es ja immer noch andere Firmen gibt, die sogar Verluste schreiben?"
Fängt Ihr eigenes Einkommen an, Ihnen peinlich zu werden, sobald es den Niedriglohnbereich übersteigt?
MbW
BP |
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_________________ Die ausgetretenen Pfade des Denkens verlassen: www.unternimm-die-zukunft.de |
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degado
Anmeldungsdatum: 18.09.2006
Beiträge: 752

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Hi Timo80,
Du hast eine sehr schöne Tabelle über Bruttolöhne einzelner Berufsgruppen gemacht. Um auf die durchschnittlichen Nettolöhne zu kommen, müssen wir etwa 30 - 40 Prozent abziehen.
Danach sieht es schon etwas anders aus, wenn man die Löhne in ein Verhältnis zur damit verbundenen Kaufkraft stellt.
Wenig bekannt ist, dass im Osten Deutschlands in der jüngeren Vergangenheit auch im Einzelhandel gestreikt wurde und wird. Unter anderem auch 150 Mitarbeiter eines Logistikcenters. Der Streik resultiert daraus, dass man diese Menschen für durchschnittlich 5 Euro / Stunde arbeiten läßt und ihnen von ihren Monatslohn Lohn auch noch einmal 100 - 150 Euro abziehen will. Bei durchschnittlich 220 Abeitsstunden im Monat, kann man sich bei 5 Euro / Stunde ausrechnen, was dann für das Leben (Netto) tatsächlich zur Verfügung steht.
Man braucht sich also nicht wundern, warum sich immer mehr arbeitetende Menschen in Deutschland zu Wort melden.
In den verschiedensten Branchen wird auch zunehmend deutlich, dass Produkte nur noch über den niedrigen Preis abgesetzt werden können.
Hochpreisprodukte haben kaum noch eine Absatzchance.
Dass es auch anders geht, das können wir den Gehältern unserer Bundestagsabgeordneten entnehmen. Da rund 7.300 Euro / Monat zu wenig waren, wurde eine Diätenerhöhung beschlossen, in deren Folge diese ab dem Jahre 2008 mit rund 7.900 Euro / Monat vergütet werden.
Schwere körperliche Arbeit leisten diese auch nicht. Allenfalls tragen sie die Verantwortung für unsere Politik. Bei der Durchsetzung dieser Gehaltserhöhung wurde auch kein Streik gebraucht. Mit der Macht der Mehrheit war lediglich eine Beschlußvorlage und eine Abstimmung notwendig.
Grüßle
detektiv |
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Uservorstellung
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Account gesperrt2
Anmeldungsdatum: 06.07.2006
Beiträge: 732

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@BP,
was hat das Monatliche Brutto Einkommen eines Friseurs mit dem eines Zugführers zu tun?
Gute wie auch berechtigte Frage.
Beide Berufsgruppen arbeiten im Schnitt 40 Stunden die Woche. Wobei ich nun die Behauptung aufstelle das die 40 Stunden eines Friseurs mehr an die Substanz gehen wie die eines Zugführers.
Beide Berufsgruppen erhalten einen gewissen Lohn für die geleistete Arbeit.
Die sieht bei dem Zugführer folgendermaßen aus:
Bei einer normalen 40 Stunden Woche erhält die Berufsgruppe im schnitt einen brutto Lohn von 1743 Euro – 2500 Euro (ausgelernte Kraft)
Und wiederum bei einem Friseur:
Bei einer normalen 40 Stunden Woche erhält die Berufsgruppe im schnitt einen brutto Lohn von 615 Euro – 1173 Euro (ausgelernte Kraft)
Hier haben wir ein Defizit von 1128 Euro bis 1327 Euro was der Zugführer jeden Monat mehr erhält.
Was ich damit lediglich zum Ausdruck bringen wollte war das die Zugführer nun wahrlich nicht schlecht verdienen wenn man die heutige Wirtschaftliche Arbeitslage in betracht zieht.
Sollen nun alle Friseure und Friseusen streiken weil die ein so geringes Einkommen haben?
Soll nun der eine Friseur welcher einen eigenen Salon hat streiken weil der gegenüber eventuell mehr Kunden und dadurch mehr Einkommen hat?
Das wär’s doch noch Mindestlohn für alle Selbstständigen!!!
Wie bereits mehrfach erwähnt ist eine Gehaltsanpassung im Einklang der herrschenden Inflationsrate wünschenswert. Dieses ist jedoch nicht auf eine Berufsgruppe beschränkt sondern gilt für alle.
Nun dürft Ihr hier weiter Diskutieren doch ich werde mich heute nicht mehr hier beteiligen da ich nun noch einen Termin wahrnehmen muss. Ja der Selbstständige hat es nicht leicht zur heutigen Zeit.
MfG
Timo80
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Beach-Paul
Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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Hi Timo,
warum führst du nicht die Löhne auf, die *oberhalb* denen der Lokführer liegen?
Daß Friseure keine Topgehälter einfahren, ist allgemein bekannt; als *nachahmenswert* gilt das aber wohl nicht.
MbW
BP |
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Beach-Paul
Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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Sorry, versehentlich den falschen Beitrag abgedrückt.
Hi Timo,
Sie führen hier den *unteren* Rand des Lohnniveaus als Vergleichsmaßstab an und ziehen daraus den Schluß, alles, was darüber liege, sei "nicht schlecht".
Dabei lassen Sie außer acht, daß bei einem seriösen Vergleich, wenn überhaupt, das *Durchschnittseinkommen* in *ähnlichen* Berufsgruppen heranzuziehen wäre, und nicht ein Ausreißer nach unten, der zudem noch in einer ganz anderen Berufsgruppe zu finden ist.
Ferner ist Ihnen sicherlich bekannt, daß sich die Vergütung von Arbeitnehmern nach anderen Faktoren richtet als nur nach irgendwelchen Vergleichswerten.
Konkret hat jeder Arbeitnehmer das Recht, über ein möglichst hohes Gehalt mit seinem Arbeitgeber zu verhandeln, d.h. seine Arbeitskraft so teuer wie möglich zu verkaufen.
Das ist in unserer Gesellschaft übrigens auch voll akzeptiert, wie sich z.B. an entsprechenden Themen in der Wirtschafts- und Ratgeberpresse ablesen läßt; darin finden sich immer wieder Tipps für Gehaltsverhandlungen ("Jetzt richtig was rausholen" etc.).
Das Argument "andere Arbeitnehmer verdienen aber weniger" taugt nicht die Bohne und wird regelmäßig durch "und noch andere verdienen noch viel mehr" neutralisiert.
MbW
BP |
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Marion Hempfing

Alter: 46
Anmeldungsdatum: 17.09.2005
Beiträge: 3361
Wohnort: 14552 Michendorf / bei Potsdam

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Dabei wäre dann, wenn man schon Äpfel mit Birnen vergleicht, noch anzumerken, dass Friseure/innen auch noch Trinkgelder bekommen, und obendrein keinen Schichtdienst leisten müssen.
Ich finde diese Vergleiche also auch nicht sonderlich gelungen, guck dir mal an, was z.B. ein Ingenieur verdient (ok, der hat studiert), oder ein Technischer Zeichner (der hat nicht studiert), der schleppt aber in der Regel wohl auch n bisschen mehr Kohle nach Hause. Der macht aber keine Schichtarbeit, von dem hängt nicht ab, ob tausende Menschen ihre Zugfahrt überleben...
Und: "andere verdienen noch weniger" ist kein Argument, sondern ein Missstand. |
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_________________ Indem man über andere schlecht redet, macht man sich selber nicht besser.
(Konfuzius) |
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Fräulein Rottenmeier

Alter: 44
Anmeldungsdatum: 11.10.2005
Beiträge: 2260
Wohnort: Dortmund

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friseure müssen auch teilweise schon schichtdienst machen genauso wie einzelhandelskaufleute - durch die öffnungszeiten.
es geht auch nicht darum dass es ein mißstand ist - nur darum dass man mal vor augen führt dass es nicht nur die "armen" lokführer gibt sondern auch andere berufstände die durchaus mit einem einkommen im prinzip keine familie ernähren können. auch junge ärzte, polizisten verdienen nicht viel. und was die ärzte angeht die haben ja nun mal ebenfalls verantwortung für menschenleben und schichtdienst und oft 24 stunden bereitschaften sind da keine seltenheit.
und man darf bei allen forderungen von arbeitnehmern eins nicht vergessen - löhne müssen auch bezahlbar sein. und ein unternehmen muss das auch tragen können. wenn durch die hohen löhne die wir in deutschland im vergleich zu anderen ländern haben - firmen nicht mehr wettbewerbsfähig sind und noch mehr arbeitsplätze wegfallen ist das auch keine lösung.
lg daggi |
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_________________ Lach nicht wenn dein Feind ein paar Schritte zurückweicht - er könnte Anlauf nehmen! |
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