Was haltet ihr eigentlich von den Bahnstreiks?
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Fräulein Rottenmeier

Alter: 44
Anmeldungsdatum: 11.10.2005
Beiträge: 2198
Wohnort: Dortmund

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klar man hört ja immer wieder leute sagen - ne wenn ich nichtmehr als hartz IV verdiene arbeite ich gar nicht oder nicht viel mehr.
kann ich nur sagen ziemlich asoziale einstellung.
ist schon traurig - dass manche da keine verpflichtung sehen sich zumindest an ihrem lebensunterhalt zu beteiligen.
zeitarbeitsbranche ist ein gutes beispiel. das lohnniveau ist dort extrem niedrig.
allerdings gibt es ja nun auch viele gerade junge menschen die in keiner weise eine veranlassung dazu sehen durch ehrgeiz dafür zu sorgen - dass sie einen vernünftigen schulabschluss haben und dadurch auch berufliche perspektiven. und wo in der familie auch so keiner darauf achtet.
was jetzt allerdings nicht unbedingt hier mit den lokführerstreiks zusammenhängt.
die konsequenzen dieser streiks find ich einfach übel weil sie auf dem rücken derer ausgetragen werden - die nichts damit zu tun haben.
lg daggi |
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_________________ Lach nicht wenn dein Feind ein paar Schritte zurückweicht - er könnte Anlauf nehmen! |
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Erika
Alter: 35
Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 1831
Wohnort: Dorfen

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Fräulein Rottenmeier

Alter: 44
Anmeldungsdatum: 11.10.2005
Beiträge: 2198
Wohnort: Dortmund

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na vielleicht machen das ja die lokführer nebenberuflich ........ die haben ja viel zeit während ihrer streikerei.
lg daggi |
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Erika
Alter: 35
Anmeldungsdatum: 20.03.2006
Beiträge: 1831
Wohnort: Dorfen

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Nessi

Anmeldungsdatum: 09.09.2006
Beiträge: 64

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_________________ Solange uns der Himmel nicht auf den Kopf fällt. |
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Uservorstellung
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Silke Baumer

Alter: 42
Anmeldungsdatum: 28.09.2005
Beiträge: 173
Wohnort: Plochingen

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Hallo zusammen,
ich habe diesen Thread erst jetzt entdeckt und deshalb nun meine Meinung:
Ich finde den Streik absolut gerechtfertigt.
Vielleicht liegt es daran, dass ich einige Lokführer kenne und deshalb nie auf die Idee käme deren Job mit dem einer Friseuse zu vergleichen. Das ist nicht nur happig, sondern unverschämt!
Mal ehrlich Leute, wer erinnert sich, wann die Lokführer das letzte Mal gestreikt haben??? Ich meine die in Deutschland, nicht in unseren europäischen Nachbarstaaten. Sicher gibt es Berufe wie die einer Friseurin, die weniger verdienen (unser Totengräber verdient auch weniger) aber niemend hindert die Damen und Herren doch daran zu streiken, oder?
Ausserdem kann man bei Eignung und mit der gehörigen Portion Mut als Friseur ein vielfaches eines Lokführers verdienen da gibt es auch Beispiele, wie z.B. Udo Walz oder Herrn Lippert. Das kann ein Lokführer nicht.
Weiß eigentlich einer von Euch, was es bedeutet Lokführer zu sein? Was da an "Schichtarbeit" verlangt wird? Weiß einer von Euch wie hoch die Scheidungsrate bei Lokführern ist oder das die Besuchswochenenden der Kinder meist im Zug stattfinden?
Sorry, aber ich kenne eine Masse Lokführer, das Streiklokal der GDL ist eine Kneipe, die ich gerne besuche. Ich bekomme schon seit Jahren mit, was dieser Job den Menschen abverlangt.
Ich habe irgendwie das Gefühl, dass man den Lokführern das Recht auf Streik abspricht, weil ja jeder kleine Junge gerne Lokführer werden will und das ja sooooo romantisch ist. Leider hat dies nichts mit der Realität zu tun!
Übrigens haben die meisten Lokführer zu Ihrem stressigen Job schon seit Jahren Nebenjobs, weil sie von ihrem Lohn allein nicht leben können. Die Kneipe ist so ein Projekt, da arbeiten nur Lokführer hinterm Tresen.
Übrigens, ich habe noch nie einen Führerschein besessen und nutze immer öffentliche Verkehrsmittel. Man muß sich halt in Zeiten des Streiks richtig erkundigen, dann klappt es auch mit dem vereisen.
Übrigens sind bei uns im Westen eh ein Großteil der Lokführer Beamte, so dass die Ausfälle nicht so dramatisch sind.
LG
Silke |
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Roland Muntel

Alter: 53
Anmeldungsdatum: 25.11.2004
Beiträge: 691
Wohnort: Schwarzheide

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ich finde diese Diskussion hier maßlos übertrieben und denke wer es sich leisten kann noch über Streik nachzudenken dem geht es sicher immer noch zu gut. Wenn die Lokführer die durch diese Streiks dann arbeitslos werden und vielleicht auch mal Hartz 4 Empfänger sind, dann kommt bei denen das böse Erwachen. Ein Hartz 4 Empänger kann eigentlich garnicht mehr arbeiten, der ist nämlich ständig damit beschäftigt wie er als Single-Haushalt mit 50,- Euro in der Woche zurecht kommt, bzw. bei 2 Empfängern sind es ja 100,- Euro ! werden jetzt wieder einige sagen. Hat denn von den Klug-Rednern schon mal einer versucht sicht täglich mit 7,- Euro zu versorgen. Richtige Rentenvorsorge ist damit sowieso nicht mehr drin. Derjenige kann nicht mal mehr die jährlich mögliche Rentenvorsorge von 250,- Euro sichern, dazu müßte er ja 20,- Euro pro Monat weglegen können?
Kann das einer? Wenn ja dann bitte wie?
Also liebe Lokführer, ihr könnt ja euch mal vorsorglich in Hartz 4 üben, eure Familien werden es euch danken.
Viel Erfolg für 2008.
Gruß Roland |
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degado
Anmeldungsdatum: 18.09.2006
Beiträge: 752

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Hallo Roland,
Du hast genau das ausgesprochen, was dazu führt, dass sich in unserer Gesellschaft für die unteren Gesellschaftsschichten nichts oder nur sehr wenig positiv verändert. Sie bleiben Zeit ihres Lebens diejenigen, welche mit einem geringen Einkommen auskommen müssen und welche sich daran erfreuen, wenn sie den Glimmer der oberen Schichten in den Medien sehen, lesen und hören können. Sie träumen dann von dem Märchen, wie es wäre, wenn sie selbst in dieser Situation sein würden.
Daran wird sich auch nichts ändern, so lange, wie sie sich die unteren Schichten alles gefallen lassen und nicht einmal bemerken, für wie dumm sie teilweise verkauft werden.
Realistisch gesehen sieht die Welt nämlich etwas anders aus. Der einfache arbeitende Mensch wird immer noch dafür gebraucht, damit die oberen Schichten besser als die Allgemeinheit leben können. Er ist weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Wertschöpfungsprozesses in der Gesellschaft. Daraus folgt aber auch, er muss sich nicht alles gefallen lassen.
Hinzu kommt, dass die Forderung nach einer angemesseneren Beteiligung am gesellschaftlichen Gesamtprodukt völlig normal und verständlich ist.
Die GDL macht nichts anderes, als die Interessen ihrer Mitglieder zu vertreten. Wenn man davon ausgeht, dass in den letzten 15 Jahren die reale Kaufkraft der Löhne um weit mehr als 25 Prozent gesunken ist, dann sollte man sich nicht wundern, warum es soziale Auseinandersetzungen in unserer Gesellschaft gibt und diese Auseinandersetzungen in ihrer Härte zunehmen.
Darüber sollte man auch einmal nachdenken.  |
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schelch

Alter: 59
Anmeldungsdatum: 16.02.2006
Beiträge: 377
Wohnort: BY zwischen Spessart und Odenwald

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"die konsequenzen dieser streiks find ich einfach übel weil sie auf dem rücken derer ausgetragen werden - die nichts damit zu tun haben.
lg daggi"
aber vielleicht bekommen dann diese "armen Opfer" auch mal einen Denkanstoß, nicht alles als gottgegeben hinzunehmen, was ihnen von Blödzeitung und Co vorgebetet wird, vielleicht unternehmen diese dann auch endlich mal etwas, um vom Ergebnis eigener Arbeit ihre Familie ernähren zu können - und noch etwas Vorsorge zu betreiben!
Ich jedenfalls find es richtig, dass sich die Lokführer wehren. Stur und unnachgiebig sind die Vorstände - könnte ja passieren, dass sie dann nicht mehr das fünfzig-fache sondern nur noch das 45.fache ihrer Unterstellten bekämen... Einfach nur zum kot... |
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_________________ Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.
Arthur Schopenhauer
http://248.sd4y.de - mein Weg zum sorgenfreien Leben
http://ulrika.evisionteam.net - natürliche Reinheit |
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