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MLM-Infos.com
Anmeldungsdatum: 14.09.2004
Beiträge: 578

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Ohne Worte... Körpersprache richtig deuten und gezielt einsetzen
von Gerhard und Oliver Reichel
Menschenkenntnis ist weder angeboren, noch eine Geheimwissenschaft.
Sie ist eine soziale Fähigkeit, die man lernen kann. Wer z. B. auf Mimik,
Gestik und Körperhaltung seiner Mitmenschen zu achten weiß, erfährt oft
mehr, als durch 1000 Worte. Unser Körper sendet pausenlos Signale aus.
Signale, die unsere Gesprächspartner empfangen und deuten. Umgekehrt
empfangen und deuten natürlich auch wir die Signale unserer Gesprächspartner.
Wer es versteht, ohne Worte zu kommunizieren, verzaubert seine
Zu“hörer“ oft auf wundersame Weise.
Vielleicht kennen Sie folgende Situation: Rush hour in der Fußgängerzone
und Sie mitten drin. Da kommt jemand genau von vorn auf Sie zu, Distanz
noch etwa drei bis vier Meter. Für Bruchteile einer Sekunde entsteht
wechselseitiger Blickkontakt, dann machen der Unbekannte und Sie einen
Schritt nach links, und schon sind Sie aneinander vorbei, ohne sich
angerempelt zu haben. Was ist passiert? Körpersprache war im Spiel, ein
Blick, vielleicht eine kleine Geste und schon war – ohne Worte – alles
geklärt.
Wenn der Körper spricht…
…sind Worte meist überflüssig. Achten Sie doch einmal darauf, wenn Sie
mit Freunden Karten spielen. Sobald Sie beim Austeilen der Karten
merken, dass sich bei Ihrem Gegenüber die Pupillen weiten, sollten Sie
auf der Hut sein. Aus diesem Signal ist mit an Sicherheit grenzender
Wahrscheinlichkeit auf etwas Erfreuliches zu schließen. In diesem Fall
sicher auf eine gute Karte! Achten Sie auf Ihre Körpersprache. Sie
sabotiert manchmal sogar das, was wir sagen. Ein Mensch kann noch so
freundlich mit Ihnen sprechen, unterstreicht er diese freundlichen Worte
nicht mit der passenden Mimik und Gestik, spüren Sie vielleicht nur
unbewusst, dass er das, was er sagt, nicht so meint.
Der erste Augenblick zählt
Wie können Sie erreichen, dass Sie zu einem anderen Menschen vom
ersten Augenblick an Kontakt bekommen? Vom ersten Augenblick an? Die
Antwort liegt schon in der Frage: Sie müssten Ihren Gesprächspartner
anblicken!
Bei einer Reise durch Nordafrika habe ich vor einigen Jahren etwas
Interessantes entdeckt: Wenn sich zwei Angehörige der Tuaregs
begrüßen, so sagen sie nicht „Guten Tag“ oder etwas Ähnliches
zueinander, nein, sie sagen „Ich sehe Dich“. Diese Tuaregs legen auf
den Augenkontakt wohl deshalb so großen Wert, weil der ganze Körper
bis auf die Augen von Kleidern und Schleiern verhüllt ist. Die Tuaregs
haben erkannt: Mit den Augen lassen sich wortlos Botschaften
austauschen. Sie haben erkannt, welche Kraft im Blick liegt.
Machen Sie es den Tuaregs nach! Wenn Sie demnächst wieder mit einem
anderen Menschen zusammentreffen, fangen Sie nicht gleich das Reden
an! Sehen Sie Ihren Partner erst mal freundlich und offen an und
signalisieren Sie ihm: „Ich sehe Sie“. Der Kontakt zu ihm ist dann gleich
vom ersten Augenblick an viel intensiver.
Mimik – eine offene Tür zu den Gefühlen
Hundertprozentig sichere Regeln zur Deutung des menschlichen Gesichts
gibt es nicht. Mit Sicherheit verrät das Gesicht eines Menschen aber etwas
von seinem Charakter. Der Gesichtsausdruck ist die offene Tür zu unseren
Gefühlen. Im Gesicht spiegeln sich alle Reaktionen: Freude, Begeisterung,
Ärger, Arroganz, Angst, Langeweile, Mitgefühl, Stolz. Das ist gut so. Mit
Ihren eigenen Gefühlsausdrücken erzeugen Sie nämlich bei Ihrem
Gegenüber ebenfalls eine emotionale Reaktion.
Woher kommt es, dass uns manche Menschen, mit denen wir noch kein
Wort gewechselt haben, vom ersten Augenblick an sympathisch sind? Es
hängt mit der Mimik zusammen. Es sind Menschen, die uns durch ihren
offenen, freundlichen Gesichtsausdruck signalisieren: „Ich mag Sie!“ Und
weil sie uns mögen, mögen wir sie auch. Erkennen Sie, dass hier eine
Wechselwirkung stattfindet? Ein berühmter Philosoph hat einmal gesagt:
„Es ist erwiesen, dass nicht die Hände es sind, sondern das Lächeln, womit
die Menschen einander ergreifen und halten.“
Übung: „Lächelprogramm“
Beginnen Sie mit dieser Übung bereits nach dem Aufstehen: Lächeln Sie
die erste Person wohlwollend an, die Ihnen heute begegnet. Sollten Sie
dies selbst im Spiegel sein, so fangen Sie eben bei sich selbst an. Lächeln
bringt ungeahnte Vorteile für die aktive mentale Entstressung. Allein durch
das Muskelsignal registriert Ihr Stammhirn, in dem Ihre Urgefühle und
Instinkte zu-hause sind: Heute ist er/sie wieder gut drauf.
Natürliche Gestik – die Sprache der Hände
Viele Erwachsene haben Angst vor Gestik. Lieber verstecken sie ihre
Hände hinter dem Rücken, verschränken sie vor der Brust oder stecken
sie in die Hosentasche. Ein Mensch, der seine Hände lahm legt, ist eine
sehr eintönige Erscheinung. Es kommt aber nicht nur darauf an, dass man
die Hände einsetzt, sondern auch wie! Die offene Hand zeigt uns ihre
sensible Innenfläche. Wer sie offen zeigt, schenkt Vertrauen, er versteckt
seine Gefühle nicht. Wenn Sie ein Argument mit offener Hand anbieten,
signalisieren Sie Ihre Bereitschaft, Gegenargumente anzunehmen, Sie
laden zum Austausch ein. Sie haben nichts zu verbergen. Gestik ist eine
willkommene Bereicherung des gesprochenen Wortes, steigert die
Farbigkeit, Natürlichkeit und Lebendigkeit Ihrer Sprache.
Gesten sind Ausdruck des natürlichen Verlangens unseres Körpers nach
Bewegung. Gesten geben Ihnen die Möglichkeit, sich breiter zu machen,
mehr Raum einzunehmen. Sie beanspruchen Aufmerksamkeit und
Bestimmungsrecht. Falls Sie zu den Menschen gehören, die sich gerne
klein machen, gibt es für Sie eine gute Übung:
Die Raumgreif-Übung
Suchen Sie sich einen freien Platz, stellen Sie sich in die Mitte, breiten Sie
beide Arme weit aus – ähnlich wie der Papst auf dem Petersplatz zu Rom –
und drehen Sie sich langsam um die eigene Achse. Kosten Sie den ganzen
Raum Ihrer Armspanne aus! Fühlt es sich nicht gut an, Raum einzunehmen?
Der ganze Platz gehört Ihnen. Er schafft Ihnen eine größere Respektzone.
Haltung zeigen
Stehen, gehen, sitzen, liegen: Etwas davon tun wir immer. Leider meistens
falsch. Das macht keinen guten Eindruck. Und verdirbt die Figur.
Außerdem hat die Haltung auch eine enorme Auswirkung auf das
Auftreten: Wer sich schlecht hält, der fühlt sich schlecht. Wer sich schlecht
fühlt, sieht – zwangsläufig – auch schlecht aus. Wer schlecht aussieht, der
fühlt sich schlecht. Merken Sie, wie sich die Katze in den Schwanz beißt?
Wer sich innerlich hängen lässt, dessen Äußeres wird sich anpassen. Wer
sein Außen harmonisch und entspannt sein lassen kann, wird sich auch in
der Seele besser fühlen.
Wissenschaftler unterscheiden fünf Grundtypen der Körperhaltung. Dazu
kommen unendlich viele Mischformen. Sie erfahren hier die Grundgesetze,
nach denen Sie
a) die Haltung anderer interpretieren können;
b) ihre Haltung gezielt einsetzen können.
1. Ideale Grundhaltung
Sie nehmen die Schultern nach hinten. Ihr Oberkörper ist aufrecht. Wenn
Sie eine solche zwanglose, freie Körperhaltung einnehmen, zeigen Sie
damit natürliches Selbstvertrauen, Unternehmensgeist, Mut zum Handeln.
Sie zeigen „Haltung“.
2. Die Managerhaltung
Der aufgewölbte Brustkorb drückt aus: gesundes Selbstwertgefühl,
Kraftbewusstsein, Aktivität, Unternehmergeist. Doch Vorsicht: Sie dürfen
dieses „Sich in die Brust werfen“ nicht zu einem „Sich brüsten“ werden
lassen. Sie möchten doch nicht, dass man von Ihnen sagt: „Ein
aufgeblasener Mensch!“
3. Gelegentlich verspannte Haltung
Ihre Schultern fallen nach vorne. Damit signalisieren Sie Ihren Zuhörern
Schwäche und Unterlegenheit. Wenn Ihre Hände gleichzeitig auf dem
Rücken verschränkt oder in der Hosentasche versenkt sind, deutet diese
Haltung auf wenig Selbständigkeit. Oder auf das Bedürfnis nach
unauffälligem sich einordnen.
4. Ständig verspannte Haltung
Sie ziehen Ihre Schultern hoch. Der Rücken ist gekrümmt, der Kopf
„eingezogen“. Typische Schutzhaltung. Sie resultiert aus einem Gefühl
der Bedrohung. Mit dieser Haltung signalisieren Sie starke Hilflosigkeit,
Nervosität.
5. Schlappe Haltung
Sie neigen den Oberkörper nach vorne. Die Schultern werden nach vorne
gedrückt, der Kopf ist gesenkt. Ihre Zuhörer haben das Gefühl: „Er lässt
sich hängen.“ Der gekrümmte Rücken erweckt den Eindruck von
Unterwürfigkeit. Worauf schließen Ihre Gesprächspartner bei dieser
Haltung? Auf schwaches Selbstwertgefühl, auf Mangel an Schwung und
Lebensfreude, auf Resignation.
Allein dadurch, wie Sie Ihren Kopf halten, zeigen Sie Selbstbewusstsein
und Engagement. Aber Vorsicht: Fällen Sie bitte kein vorschnelles
„wissenschaftliches“ Urteil! Keine Körperhaltung oder –bewegung an sich
besitzt schon eine bestimmte Bedeutung. Berücksichtigen Sie bei Ihrer
Analyse immer das gesamte Bewegungsmuster. Dieses Bewegungsmuster
müssen Sie außerdem noch mit dem gesprochenen Wort kombinieren.
Beide widersprechen sich zwar gelegentlich, gehören aber immer
zusammen. So jedoch ist Körpersprache ein idealer Wegweiser für
Menschen, die miteinander kommunizieren – zu einem Großteil eben
einfach ohne Worte.
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Gerhard Reichel, Institut für Rhetorik, Forchheim, hat sich in mehr als 30
Jahren einen exzellenten Ruf als Rhetorik-Trainer erarbeitet.
Unternehmer, Politiker und Führungskräfte schätzen das Know-how und
die Persönlichkeit des mehrfachen Buchautors und gefragten Referenten.
Sein 1975 gegründetes Institut für Rhetorik zählt mittlerweile zu den
ersten Adressen Deutschlands. Die Teilnehmer lernen, in Kleingruppen
souverän zu kommunizieren, lebendig zu reden und gehen damit als
Persönlichkeit gestärkt neue Wege. Seit 1997 ergänzt Oliver Reichel mit
den Spezialgebieten Rhetorik und Mnemotechnik das Programm, denn nur
mit einem unschlagbaren Gedächtnis wird der Traum, ein Redner mit
Ausstrahlung zu werden, auch Wirklichkeit.
Weitere Informationen erhalten Sie bei Gerhard Reichel
Institut für Rhetorik, Goethestraße 1, 91301 Forchheim, Tel.: 09191/89501,
Fax: 09191/2801 oder online unter http://www.gerhardreichel.de. |
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Patrick Kreft

Alter: 27
Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beiträge: 1175
Wohnort: Bielefeld

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Sorry, das ist jetzt sowas von Offtopic, aber ich bekomme gerade Bauchschmerzen vor lachen.
Guckt Euch mal das Foto an : Der linke ist doch Wiegald Boning und der rechte Hans Meiser oder ?
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Iris Greimann

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Beiträge: 624
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Patrick Kreft

Alter: 27
Anmeldungsdatum: 07.06.2007
Beiträge: 1175
Wohnort: Bielefeld

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Ja, wenn man länger hinguckt sieht mans ...
Sorry, aber wo ich das Bild gesehen habe musste ich laut loslachen ....
Echt Klasse ... |
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Jeans-Pate

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