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kaktus
Anmeldungsdatum: 17.07.2008
Beiträge: 12

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Das Stalking hat in den letzten Jahren eine zunehmende öffentliche Bedeutung gewonnen und es ist in sehr vielen Lebensbereichen zu finden.
Der englische Begriff Stalking kommt aus der "Jägersprache" und meint das Sich-Anpirschen an ein Wild. Es ist das willentliche und wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische und/oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann.
In England, den USA und Australien werden schon seit einiger Zeit Forschungen zu diesem Thema betrieben, während es bei uns noch sehr viel Nachholbedarf gibt.
Für die Psychologie sind besonders die Motive, Absichten, Verhaltensweisen der Täter und auch die Folgen für die betroffenen Personen interessant.
Am 31.03.07 ist das Gesetz zum Schutz vor Stalking § 238 StGB "Nachstellung" in Kraft getreten. Damit wurde eine wesentliche Strafbarkeitslücke in diesem Bereich geschlossen. Stalking ist nun keine Privatsache mehr.
Eine besondere Form des Stalking ist Cyber-Stalking.
Als Cyber-Stalking werden alle Stalkingtätigkeiten bezeichnet, die mit Hilfe von technischen Kommunikationsmitteln wie z.B. über das Handy, das Internet, per eMail usw. durchgeführt werden.
Es findet daher in den Foren des Internets statt und führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der Lebensqualität von Betroffenen, die das Netz oftmals als eine Art "Krieg" erleben.
Wer Äußerungen auf Websites einer Webpage platziert, macht diesen Text – sofern keine Zugangsbeschränkungen bestehen – für die weite Netzöffentlichkeit potentiell abrufbar und im Regelfall über Suchmaschinen auch erreichbar.
Nicht nur dort, sondern allgemein gilt, jeder Internet-Nutzer schleift Datenspuren hinter sich her. Von Namen und E-Mail über Wohnadressen, ja sogar Telefon-, Handy- und Faxnummern, bis hin zu persönlichen Angaben über Aussehen und Finanzstatus.
Dieser Informationen bedienen sich die Cyber-Stalker, die andere Menschen mit Hilfe der neuen Medien in Misskredit bringen möchten.
Der Cyber-Stalker missbraucht für seine Absichten das Netz.
Gewöhnlich sind den Opfern die Täter nicht bekannt und die Täter gehören auch nicht zum näheren persönlichen, beruflichen oder wohnlichen Umfeld.
Das Netz ermöglicht dem Stalker weitgehend unerkannt seine Tätigkeiten durchzuführen bzw. dient dazu, seine Identität zu verschleiern.
Die Folgen für die Opfer können u.a. vegetative Erscheinungen, wie Unruhe, Kopfschmerzen, Angstsymptome, Schlafstörungen u.v.m. sein.
Das Internet bietet für das Ausleben von Aggressionen gegenüber anderen Menschen, um diesen Menschen Schaden zuzufügen, die ideale Plattform. Man kann hier doch weitestgehend anonym bei einem großen Publikum Missgunst erzeugen.
Cyber-Stalking ist eine bisher wenig beachtete Gefahr im Internet. Der Stalker ist eine Art Jäger, er verfolgt sein Opfer, um es irgendwann zur Strecke zu bringen.
Das Cyber-Stalking ist eine einfache Methode, um jemanden in den Wahnsinn zu treiben. Es ist eine besondere Form des Psychoterrors.
Einige Beispiele für Cyber-Stalking:
- Versenden von bedrohlichen, verleumderischen eMails.
- Aufgeben von Internet-Inseraten auf einschlägigen Seiten mit der Telefonnummer des Opfers.
- Veröffentlichen von Homepages, Bloggs etc., mit Inhalten, die das Opfer verleumden.
- Annehmen einer fremden Identität im Internet, um das Vertrauen des Opfers zu gewinnen und persönliche Daten zu erlangen.
Was viele Opfer von Cyber-Stalking nicht wissen, man kann etwas dagegen tun.
Es gibt Möglichkeiten für die Präventation und auch zur Ermittlung der Täter. |
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kaktus
Anmeldungsdatum: 17.07.2008
Beiträge: 12

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Präventiv zum Schutz vor Cyber-Stalking sollte man immer auf seine persönlichen Daten achten, denn im Internet kann man damit sehr viel Unfug machen. Daten, wie Name, Adresse und ggf. Geburtsdatum sind im Internet relativ einfach zu bekommen.
Daher kann eine Empfehlung nur lauten - sehr vorsichtig mit den persönlichen Daten umzugehen, darauf zu achten, wem man die persönlichen Daten gibt und unbedingt auf den Datenschutz zu beharren.
Auch sollte man sich überlegen, wofür das Internet genutzt werden soll. Ist es nur ein Informationsmedium, ein Kommunikationsmedium oder soll es zum Versenden von eMails oder Leute kennen zu lernen genutzt werden.
Wenn das Internet "nur" ein Informationsmedium für sie ist, so brauchen sie nirgends persönliche Daten eingeben, denn sie nutzen das Internet mehr oder weniger nur lesend. Beim Versenden von eMails könnte man sich das Ziel setzen, nur den Menschen persönliche Dinge mitzuteilen, die sie auch im realen Leben kennen.
Die Netzwerk- und Computersicherheit ist ein weiteres Thema. Wer das Internet nutzen möchte, sollte sich mit diesem Thema beschäftigen oder sich von einem Computerspezialisten beraten lassen.
Daten können relativ einfach aus dem Internet gefischt werden. Deshalb sollte es dem Angreifer auch so schwer - wie nur irgend möglich - gemacht werden. Der Computer sollte vor Angriffen von innen und außen geschützt werden.
Ein paar einfache Tipps:
- Verwenden sie kein W-Lan, wenn sie nicht wissen, wie sie das W-Lan angriffssicher schützen!
- Nutzen sie eine Firewall und eine aktuelle Virensoftware!
- Mailsoftware - lieber eine "externe" Mailsoftware verwenden, als eine Software, die mit dem Betriebssystem ausgeliefert wird und von der bekannt ist, dass sie Sicherheitslücken enthält. Das gleiche gilt für den Internet-Browser.
Wie wichtig der präventive Schutz der persönlichen Daten ist, kann man auch den unterschiedlichsten Formen des Cyber-Stalking entnehmen, u.a.:
- Verbreitung von Lügen oder Gerüchten über das Opfer auf Internetseiten, in Diskussionsforen und Newsgroups, oder per eMail.
- Veröffentlichung von intimen Details (Sexualleben, finanzielle Situation, Arbeitsleben) über das Opfer.
- Veröffentlichung und Verbreitung von privaten Fotos des Opfers auf Internetseiten, in Newsgroups, Foren und in Tauschbörsen.
- Veröffentlichung und Verbreitung von manipulierten Fotos des Opfers auf Internetseiten, in Newsgroups, Foren und in Tauschbörsen.
- Kontaktierung und Belästigung des Opfers oder dessen Freunde/Bekannte/Kollegen per eMail.
- Identitätsdiebstahl, etwa durch Anmeldung des Opfers in Internet-Kontaktbörsen unter dessen Namen und mit dessen Bildern.
- Falsche Verdächtigung und Kriminalisierung des Opfers durch Begehung von Straftaten im Internet unter dem Namen des Opfers (Teilnahme an Versteigerung, Spamming etc.)
- Sammlung und Verfälschung von Informationen zwecks Strafanzeigen bei Behörden mit dem Ziel der Kriminalisierung des Opfers.
Welche Formen des Cyber-Stalking vom Täter konkret zu Anwendung kommen, das ist abhängig von seiner kriminellen Energie und von seinen Möglichkeiten. |
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Yvonne Nordt
Networkerin

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 09.01.2008
Beiträge: 1305
Wohnort: Karlsruhe

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Danke Silvio, sehr aufschlussreich.
Grüßle Yvonne |
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Jeansmania

Anmeldungsdatum: 02.02.2006
Beiträge: 275
Wohnort: Nähe Stuttgart

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Jau, natürlich hat kaktus da absolut recht - nur wenn man in der heutigen Zeit eine Homepage sein Eigen nennt,
kommt man irgendwie nicht drumrum
Also, wir fordern "weg mit der Impressumspflicht im Internet"
Eigentlich - nöö, denn ich finds gut, wenn die Leute wissen, wer z.B. hinter einem Internetauftritt steckt.
Wünsche allen ein sonniges Wochenende.
Gruß Alex
P.S: Ich weiß, was man alles über mich im Internet finden - ist aber für mich nicht so schlimm |
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Deine Jeans
========= www.jeansmania.de
Deine Party
1. FE.N Depot Baden-Württembergs
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kaktus
Anmeldungsdatum: 17.07.2008
Beiträge: 12

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Internet ist ein anonymes Medium. Jeder kann irgendwelche Seiten oder Forenbeiträge ins Netz stellen und niemand wird dies auf Richtigkeit überprüfen, dafür ist das Internet viel zu groß.
Eine Möglichkeit für die Erkennung von Cyber-Stalking gegen die eigene Person ist das „googlen“. Suchen sie doch einfach einmal nach ihrem Namen, setzen sie ihren Vor- und Nachnamen in Anführungszeichen und suchen sie. Die gleiche Prozedur wiederholen sie für ihre Adresse (Strasse, Hausnummer, PLZ und Ort) und für ihre Telefonnummer. Dabei sollte man nicht nur die google-Web-Suche, sondern auch die Group-Suche nutzen. Diesen Vorgang wiederholen sie auch mit anderen bekannten Suchmaschinen, wie die von Yahoo oder Web.de. Danach überprüfen Sie die Ergebnisse.
Ist man ein Opfer von Cyber-Stalking, so gilt es als erstes herauszufinden, wer der Täter sein könnte. Eine Anzeige gegen "Unbekannt" - gemäß § 238 StGB "Nachstellung" - sollte gestellt werden, damit die Polizei bei der Ermittlung des Stalkers behilflich ist.
Die meisten Erscheinungsformen des Cyber-Stalkings können auch unter anderen Gesichtspunkten straf- oder zivilrechtlich verfolgt werden, etwa als Beleidigung, Bedrohung, üble Nachrede, Kreditgefährdung, Betrug, Computerbetrug oder Nötigung. Gegebenenfalls können diese Delikte in Verbindung mit dem § 238 StGB gleichzeitig zur Anzeige gebracht werden.
Viele Bundesländer nehmen heute Anzeigen auch über das Internet entgegen:
Anzeigenservice Polizei NRW
Obwohl es nicht einfach ist, gegen Stalker rechtlich wirksam vorzugehen, können sie selbst folgendes machen:
1. Homepages oder Bloggs mit verleumderischen Inhalten
Finden sie heraus, über welchen Provider (Anbieter) die Inhalte veröffentlicht wurden. Lassen sie sich dabei ggf. von der Polizei oder einem Computerexperten unterstützen. Schreiben sie dann den Provider an, schildern sie ihre Situation und verlangen sie die Löschung der Inhalte. Auch hier sollte versucht werden, die Anmeldedaten und IP des Erstellers der Inhalte zu ermitteln.
2. Verleumderische Inhalte in Internetforen
Schreiben sie den Forenbetreiber an, schildern sie ihre Situation und verlangen sie die Löschung der Inhalte. Ebenfalls sollten sie auch hier versuchen, die Anmeldedaten und IP des Erstellers der Inhalte zu ermitteln.
3. Attacken per eMail
Hier sollten sie sich am besten einen neuen eMail-Account zulegen, den man nur noch den Leuten mitteilt, denen man hundertprozentig vertraut und die man auch persönlich kennt. Das attackierte eMail-Postfach weiterhin kontrollieren bzw. nach Absprache mit der Polizei an den jeweiligen Polizeibeamten weiterleiten. Alle Mails sammeln und speichern für die Anzeige.
Jeder hinterlässt im Internet Spuren. Dazu gehört auch eine eindeutige Identifizierungsnummer (IP-Adresse), welche jeder User des Internets zugewiesen bekommt, sobald er sich in das Internet einwählt. Diese IP-Adresse bekommen auch die Provider, wenn jemand auf den Internetseiten sich einloggt, darauf surft, einen Beitrag schreibt usw. Über diese IP-Adresse kann man dann den Provider herausfinden, über den ein Cyber-Stalker ins Internet geht (z.B. über Telekom, Eins & Eins, Arcor usw.). Diesen Provider kann die Polizei dann auffordern, den Namen des Users herauszugeben, der zu dem angegebenen Zeitpunkt mit dieser IP-Adresse gesurft hat.
Natürlich machen sich auch Cyber-Stalker Gedanken über die Strafverfolgungsmöglichkeiten. Das Medium Internet haben sie ja gewählt, um eben nahezu unerkannt und anonym ihr Stalking durchzuführen. Es gibt technische Möglichkeiten, seine IP-Adresse oder seine eMail-Adresse zu maskieren. In solchen Fällen können nur noch die Polizei oder speziell dafür ausgerüstete Computerfirmen diese Maskierungen nachweisen bzw. aufdecken. |
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Uservorstellung
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