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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Zum Diskutieren:
Quelle:
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,223629,00.html
PSYCHOLOGIE
Lob der Eitelkeit
Von Holger Rust
In Zeiten von Größenwahn und Raffgier ist eine wichtige Tatsache fast in Vergessenheit geraten - ein selbstbewusstes Ego, ja sogar ein wenig Eitelkeit und Narzissmus, sind wichtige Triebkräfte für den beruflichen Erfolg.
Klassentreffen, o Mann. Da sitzt du nun seit zwei Stunden mit diesem ehemaligen Mitschüler am Tisch, und der redet und redet und redet und hat nur ein Thema: sich selbst. Seine Biografie, seine Erfolge, seine Pläne, seine ich weiß nicht was. Und dass er es ist, der auf Geschäftspapieren unten links signieren darf, an der wichtigsten Stelle, wie jeder weiß.
Er redet so lange, bis es ihm selbst peinlich wird und er - aufatmen - sich unterbricht. "Du lieber Himmel, da rede ich die ganze Zeit über mich, wie unhöflich. Lass uns doch mal über dich reden: Wie hat dir der Artikel im manager magazin über mich gefallen?"
Sollst du nun lachen, hysterisch aufschreien oder weinen?
Psychologie: Ein Schuss Eitelkeit fördert die Karriere
Aber für die Antwort bleibt gar keine Zeit. Plötzlich wird dir klar: Das Ego ist die treibende Kraft des Erfolgs. Das große "M" steht nicht mehr für Management. Nicht mehr für Modelle und Methoden. Es steht für kreativen Mut und individuelle Meisterschaft, geboren aus der Lust an der Selbstdarstellung großartiger Leistungsfähigkeit. Diese Eitelkeit, dieser Narzissmus, dieser Drang zum Erfolg, der mit deinem Namen verbunden ist, lässt dich all das aushalten, was ein Spitzenjob heute erfordert: Anspannung, Zeitnot, Verlust des Privatlebens, Druck und Hektik.
Gleichzeitig aber raunt die warnende Stimme des professionellen Gewissens: Wenn du so wirst wie dieser Typ da neben dir, landest du dann nicht früher oder später in einer unkontrollierten Überheblichkeit?
Doch schon verweht auch dieser Gedanke wieder, und die Porträts der Erfolgreichen erscheinen auf der Projektionswand deiner Zukunftsträume. Es sind die Köpfe derer, die eitel sind und erfolgreich, große Namen der deutschen Wirtschaft.
Diese neuen Siegertypen, diese unübersehbaren Egos beflügeln die Karriereträume von jungen Leuten, so viel ist schon mal sicher. In einer Befragung des manager magazins im Jahr 2000 nannten 500 Uni-Absolventen ihre Vorbilder. Da standen sie alle auf den vorderen Plätzen, die großen Namen: DaimlerChrysler-Lenker Jürgen Schrempp, Ron Sommer, zu jener Zeit noch Chef der Deutschen Telekom, Ferdinand Piëch, damals Vorstandsvorsitzender des VW-Konzerns, Wendelin Wiedeking, der menschgewordene Porsche. Ebenfalls ganz oben auf der Liste rangierte Thomas Haffa, damals noch Chef von EMTV.
Mal ehrlich: Wer wollte nicht so sein? Mitten im Lichtgewitter der Fotografen stehen, dass es ohne Ray Ban kaum auszuhalten ist? Du weißt schon, diese Sonnenbrille aus "Men in Black", die amerikanische Filmpolizisten und smarte New-Economy-Manager so unglaublich cool aussehen lässt. Solche Egos braucht das Land, hieß es damals.
Und nun?
Lesen Sie auch weiter: Lob der Eitelkeit 2
und nachfolgende Artikel.
Mitgedacht,
Christian
Nachtrag; 20:03 Uhr; Grund: Umfrage angehängt. |
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_________________ Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist.
Zuletzt bearbeitet von AlwaysGoodWines am 1/1/2006, 21:06, insgesamt einmal bearbeitet |
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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Jetzt noch selber checken:
EGO-TEST
Stilkunde der Eitelkeiten
Beurteilen Sie den Grad Ihres Selbstbewusstseins oder Ihrer Eitelkeit.
Antworten Sie bitte mit "eher ja", wenn Sie der Meinung sind, dass eine Antwort im Großen und Ganzen auf Sie zutrifft.
Bitte wählen Sie "eher nein", wenn Ihnen eine Verhaltensweise fern liegt.
Guckst Du:
http://www1.manager-magazin.de/active/karrierechk/fcgi/karrierechk-3212.fcgi
Aber nicht schummeln, gelle!?
Grüße,
Christian |
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_________________ Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. - Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist. |
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
Wohnort: MLM-freie Zone

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Hi Christian,
Zitat: Sie treffen den richtigen Ton!
Sie sind präsent, aber übertreiben nicht. Sie sind Vorbild für Kollegen und Mitarbeiter, auch wenn Sie gelegentlich zu einer kleinen Übertreibung neigen. Doch diese beeinträchtigt das Bild einer kontrollierten Persönlichkeit noch nicht.
Sie können den Ego-Test noch unterhaltsamer und instruktiver gestalten, wenn Sie sich neben der Selbsteinschätzung auch wechselseitig beurteilen, zum Beispiel im vertrauten Kollegenkreis. Aus dem Vergleich der Antworten lassen sich blinde Flecke bei der Selbstbetrachtung ermitteln.
Triffts gut
MfG Bierschlucker |
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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Hey, cool, dass Ihr den Test gemacht habt.
Das war übrigens mein Ergebnis:
EGO-Test hat folgendes geschrieben: Trauen Sie sich noch mehr zu!
Sie sind der Prototyp des zurückhaltenden, aber selbstbewussten Menschen, der seine Umgebung durch leise Töne überzeugt, aber dennoch hier und da eine kleine persönliche Eigenart pflegt.
Sie können den Ego-Test noch unterhaltsamer und instruktiver gestalten, wenn Sie sich neben der Selbsteinschätzung auch wechselseitig beurteilen, zum Beispiel im vertrauten Kollegenkreis. Aus dem Vergleich der Antworten lassen sich blinde Flecke bei der Selbstbetrachtung ermitteln.
Trifft es auch gut, wobei die Töne nicht immer gar so leise sind.
Grüße,
Christian |
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Oliver Albrecht
Networker

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 1456
Wohnort: Berlin

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... ich hatte vorab mit "überflüssig" gestimmt ...
Sie treffen den richtigen Ton!
Sie sind präsent, aber übertreiben nicht. Sie sind Vorbild für Kollegen und Mitarbeiter, auch wenn Sie gelegentlich zu einer kleinen Übertreibung neigen. Doch diese beeinträchtigt das Bild einer kontrollierten Persönlichkeit noch nicht.
Sie können den Ego-Test noch unterhaltsamer und instruktiver gestalten, wenn Sie sich neben der Selbsteinschätzung auch wechselseitig beurteilen, zum Beispiel im vertrauten Kollegenkreis. Aus dem Vergleich der Antworten lassen sich blinde Flecke bei der Selbstbetrachtung ermitteln.
Ihre Antworten
Frage 1 von 25
In meinem Büro oder in meinem Arbeitszimmer zu Hause hängen Fotos, die mich mit bekannten Persönlichkeiten zeigen.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 2 von 25
Bei offiziellen festlichen Anlässen halte ich es für selbstverständlich, an einem Tisch mit wichtigen Leuten zu sitzen.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 3 von 25
Bei Bar- oder Restaurantbesuchen mit Kollegen oder Kolleginnen rede ich gern über die Karriere.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 4 von 25
Wenn ich ganz ehrlich bin: Kritik ärgert mich. Dennoch gebe ich nach außen vor, die Kritik sei mir als Lernanreiz willkommen.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 5 von 25
Auf offiziellen Fotos von mir erkennt man mich mit signifikanten Gegenständen (ein Gemälde, ein Füllhalter oder ähnliches).
Ihre Antwort: eher nein
Frage 6 von 25
Außerhalb der Arbeit befällt mich ein lähmendes Gefühl der Langeweile.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 7 von 25
Die Welt, so wie ich sie sehe, besteht aus Siegern und Verlierern. Und jeder hat es in der Hand, ein Sieger zu sein.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 8 von 25
Es ist mir wichtig, alle Informationen, auch über Details, von meinen Kollegen und Mitarbeitern zu erhalten.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 9 von 25
Im Vergleich zu den Bezügen deutscher Spitzenmanager sind meine Einkünfte zu gering.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 10 von 25
Nicht selten macht es mir Angst, dass zum Beispiel Haarausfall meiner Karriere schaden könnte.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 11 von 25
Ich lege Wert darauf, dass die Personen meiner Umgebung repräsentativ gekleidet sind.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 12 von 25
Ich mache erheblich weniger Fehler als meine Kollegen der gleichen Hierarchieebene.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 13 von 25
Ich habe das Gefühl, dass die Welt mir und meiner Karriere noch etwas schuldig ist.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 14 von 25
Manchmal spüre ich ein wenig Frustration, nicht dabei zu sein, wenn ich Bilder von wichtigen gesellschaftlichen Veranstaltungen sehe.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 15 von 25
Ich erledige sehr viele Aufgaben selbst, weil ich dann weiß, dass sie gut gemacht werden.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 16 von 25
Alles, was meine Kollegen und Mitarbeiter in meinem Auftrag erarbeiten, geht zur abschließenden Kontrolle noch einmal über meinen Schreibtisch.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 17 von 25
Ich wusste schon zu Beginn meiner Ausbildung, dass ich einmal ganz nach oben will.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 18 von 25
Ich würde vieles, was heute an der Führung von Unternehmen generell beklagt wird, besser machen.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 19 von 25
Ich betrachte Management als eine Art von Kunstform, die einen ganz individuellen Charakter besitzt.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 20 von 25
Mir, als dem Repräsentanten meines Unternehmens, stehen selbstverständlich Statussymbole wie Firmenparkplatz oder Casinoessen zu.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 21 von 25
Ich gehe mindestens zweimal pro Woche in einen Fitnessclub, um besser auszusehen.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 22 von 25
Meine Privaträume sind repräsentativ eingerichtet, weil ich gerne Kollegen und Geschäftsfreunde nach Hause einlade.
Ihre Antwort: eher nein
Frage 23 von 25
Ich könnte mir vorstellen, einen Persönlichkeits-Coach zu engagieren.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 24 von 25
Mein Unternehmen profitiert mehr von mir, als ich von ihm.
Ihre Antwort: eher ja
Frage 25 von 25
Eines Tages werde ich eine Autobiografie schreiben.
Ihre Antwort: eher ja
... und behielt Recht ... |
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Uservorstellung
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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Sehe ich auch so.
Weil manche Begriffe ja geradezu zum Erweitern einladen und darüberhinaus zufällig auch in ein Manager-Forum passen:
Gleich.gültigkeit
Schlaflosigkeit - Krankheit einer Epoche, in der man den Menschen befiehlt, vor vielen Tatsachen die Augen zu schließen.
{Stanislaw Jerzy Lec (1909-66), polnischer Schriftsteller}
Oder manchmal auch so ausgedrückt:
"(Betriebs-)Psychologie ist was für Quacksalber!"
Ein bisweilen kostspieliger Irrtum oder auch manchmal "einfach nur" entgangener Gewinn, wobei es dieses Unwort ja gar nicht gibt.
Grüße,
Christian |
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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Hi, Olli
Da haben sich unsere Postings wohl überschnitten.
Was mich interessieren würde, ist wie beurteilt Ihr den Test in Bezug auf seine Aussagekraft?
Grüße, Christian |
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Oliver Albrecht
Networker

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 1456
Wohnort: Berlin

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Shop4... hat folgendes geschrieben: Was mich interessieren würde, ist wie beurteilt Ihr den Test in Bezug auf seine Aussagekraft?
Oliver Albrecht hat folgendes geschrieben: ... ich hatte vorab mit "überflüssig" gestimmt ... und behielt Recht ... |
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AlwaysGoodWines
Weinfreund

Alter: 38
Anmeldungsdatum: 18.10.2005
Beiträge: 841
Wohnort: Kevelaer

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Oliver Albrecht hat folgendes geschrieben: ... ich hatte vorab mit "überflüssig" gestimmt ... und behielt Recht ...
Das hatte ich schon verstanden, was mich darüberhinaus interessieren würde, ist, woran Du z.B. Deinen Standpunkt festmachst?
Grüße,
Christian |
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Oliver Albrecht
Networker

Alter: 34
Anmeldungsdatum: 23.09.2005
Beiträge: 1456
Wohnort: Berlin

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Shop4... hat folgendes geschrieben: Das hatte ich schon verstanden, was mich darüberhinaus interessieren würde, ist, woran Du z.B. Deinen Standpunkt festmachst?
... am Ergebnis ... ich möchte mich mit den Empfängern der gleichen wissenschaftlichen Auswertung nicht gemein machen, denn ich bin einzigartig ...
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Wissenschaft ist Wahrheit, oder? Nun kommt es im Leben darauf an, wer eine Wahrheit ausspricht. In gewissem Munde wird auch die Wahrheit zur Lüge. (Thomas Mann)
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