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Peter Itzel
Alter: 52
Anmeldungsdatum: 22.11.2005
Beiträge: 472
Wohnort: Offenbach

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Hallo Foren-User,
jeder der ernsthaft Network betreibt und sich für ein Unternehmen
entschieden hat, kann im Verlauf seiner erfolgreichen Aufbauarbeit
in eine Situation geraten, die er zwar nicht zu verantworten hat,
wo aber ggfs. Entscheidungen getroffen werden müssen.
Die Mehrzahl der MLM-Unternehmen haben Ausschließlichkeitsklauseln,
die es "verbieten" gleich geartete Produkte anderer Firmen zu
vertreiben.
Nun kommt es doch öfters vor, daß Unternehmen durch extremes
Wachstum in kritische Situationen kommen. Es wäre kontraproduktiv
Interessenten darüber zu informieren, bevor sie eine Entscheidung
getroffen haben. Und ich denke, daß das i.d.R. auch nicht in aller
Deutlichkeit geschehen wird.
Eine Führungskraft, die sich bis zu diesem Zeitpunkt eine gute
Verdienstbasis geschaffen hat, könnte, oder auch nicht, in einen
Zwiespalt geraten:
1.) Weiter sponsorn und trommeln als wenn nichts wäre; immerhin
geht es ja um das eigene Einkommen.
2.) Sich beim Aufbau eher etwas zurück halten und abzuwarten, ob
sich wieder alles zum Besseren wendet.
3.) Die Downline zu informieren, daß es besser ist, sich neu zu
orientieren und Alternativen aufzuzeigen.
Wo kann man die Grenze zwischen eigenen Interessen (Egoismus)
und die Interessen bestehender und neuer Partner (Verantwortung)
ziehen ?
Ich selbst hatte in der Vergangenheit einen ähnlichen Fall.
Der Vertriebsaufbau lief zügig voran, alle waren zufrieden, bis
eklatante Probleme auftraten, die zumindest von meiner Seite aus
nicht länger zu akzeptieren waren.
Ich warnte seinerzeit meine bestehenden Partner und informierte
sie, daß ich das Vertrauen verloren habe und keinen weiteren
Vertriebsaufbau b.a.w. vornehme. Meine Upline schüttelte über meine
Entscheidung den Kopf und trommelte trotz Probleme weiter, daß es
nur so knallte. Ein Vierteljahr später waren sie dann auch verschwunden.
Man spricht immer wieder von verbrannter Erde im MLM.
Verbrennen kann ich eigentlich nur Jemanden, den ich wider besseren
Wissens zu einem Geschäft verhelfe, nur um an ihm und an seinen
künftigen Partnern zu verdienen.
Ich rede nicht von Vergütungsplänen, die Masseneinkäufen Vorschub
leisten.
Wäre interessant, einmal die Meinung anderer kennen zu lernen.
Liebe Grüsse
Peter Itzel |
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yume01
Anmeldungsdatum: 28.06.2006
Beiträge: 53
Wohnort: Lauf

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Finde diesen Beitrag sehr mutig. Glaube auch zu wissen um welche Firma es sich handelt.
Hatte auch so einen Fall.
Also kann nur sagen wie es bei mir und mit meiner Upline gelaufen ist.
Meine Upline hat sich mehr oder weniger still aus dem Staub gemacht. Eines Tages kam eine mail, dass die Berater nicht weiter betreut werden auf grund irgendwelcher Differenzen (keine nähere Angaben), per Telefon oder email war die Upline schon länger nicht erreichbar.
Aus meiner Sicht ein akzeptables Verhalten, obwohl einem dass als Downline schon zu denken gibt, wenn plötzlich eine gut funktionierende Upline aufgibt und man schon gerne genauere Gründe wüßte.
Ich in meiner Funktion als Upline habe meine Downline über die Gründe informiert, neutral und sachlich, ohne irgendwas schlecht zu reden aber auch ohne etwas zu verschweigen.
Ich lasse ungern die Leute ins offene Messer laufen. Außerdem soll hinterher keiner sagen können: "Wenn ich das gewußt hätte...!
Ich tendiere also am ehesten zum 3.) Punkt.
Bin wirklich gespannt auf andere Meinungen.
gruß anja |
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norbert
User gesperrt
Alter: 50
Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 4327
Wohnort: Berlin

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Hier möchte ich mal etwas differenzieren.
Weiss ich SICHER, dass Dinge nicht so sind, wie ich sie guten Gewissens bewerben könnte, ziehe ich selbstverständlich die Konsequenzen und informiere auch die Downline.
Doch weiss man es wirklich immer sicher? Was, wenn es sich um Gerüchte handelt oder Dinge noch nicht geklärt sind? Sollte man dann bereits ein abschliessendes Urteil fällen und auch Einfluss auf die Entscheidungen Anderer nehmen?
Das könnte sicher zu einer Gratwanderung führen, durch die man plötzlich zwischen allen Stühlen sitzen könnte, hab ich auch schon mit mehreren nun nicht mehr existierenden Geschäften selbst erlebt.
Was man bei bestehenden Unsicherheiten tun KÖNNTE, ist die Einstellung der eigenen Werbung und der Versuch, die Dinge zufriedenstellend zu klären, ggf. Positionen auch hinterfragen, evtl. auch eigene. Es ist schwer, dies so zu tun, dass möglichst kein Schaden entsteht oder vergrössert wird und nicht immer stellt sich hinterher heraus, dass man recht hatte. Selbst wenn, ist es nicht unbedingt eine Befriedigung, recht gehabt zu haben.
Ich denke, dass man hier auch keine feste Position beziehen kann, denn Fakten können sich ändern. Offenheit und Ehrlichkeit finde ich aber in jedem Fall sehr wichtig. |
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uwerni
Alter: 41
Anmeldungsdatum: 01.07.2006
Beiträge: 296
Wohnort: Chemnitz

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Guten Morgen an alle,
Ehrlichkeit und Offenheit ist das wichtigste in jedem Geschäft.
Wir haben unser Downline geworben, offen und ehrlich und können ihnen auch andere Dinge genau so rüberbringen.
Ich verfahre so, was mir nicht passt wird gesagt und was gut ist auch so. Zur Zeit bin ich auch am überlegen zu wechseln, mir was neues zu suchen, weil ich muss mein Geld verdienen und das ganz dringend wenn man sich die Steuererhöhungen anschaut.
Der Downline freistellen ob sie mit schwimmen will oder nicht, sicher ist es schwer zu sagen ich bin heute für das Produkt und morgen für das, Begründungen für das warum helfen immer.
Wer redet dem kann geholfen werden.
Ich bin zur Zeit am prüfen und wenn ich wirklich wechsel dann weiß ich auch das meine Donline nicht in der Luft hängt sondern einen würdigen Nachfolger hat.
Das mit dem Konkurrenzprodukten ist auch immer so eine Sache, man muss sich die Definition Konkurrenzprodukt mal ganz genau durchlesen.
Ist so ähnlich wie bei Möbelhäusern, Baumärkten etc. bei gleicher Service, Beratung und Produkten erhalten Sie den Preis minus... was da so meist in den Werbeblättchen steht.
Ein anderes Möbelhaus wird nie die gleichen Vorraussetzungen erreichen wir der andere, irgendetwas ist an der Firmenphilosophie anders. So ist es auch bei Konkurrenzprodukten.
Konkurenzprodukt - gleiches Produkt, gleiche Verarbeitung, gleiche Eigenschaften - nicht verwechseln mit selbiges.
selbes Produkt, selbe Verarbeitung, selbe Eigenschaften sagt nur das die Produkte sich ähnlich sind auch wenn sie gleich aussehen.
Also ein Produkt welches ohne Schadstoffzertifikat proudiziert wird, steht nicht im Konkurrenzkampf mit einem Produkt welches ein Schadstoffzertifikat hat.
Nen schönen Tag und gute Diskussionen
Uwe |
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Dagmar Thierfelder

Alter: 44
Anmeldungsdatum: 22.09.2005
Beiträge: 1188
Wohnort: Halver, Märkischer Kreis

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Hallo Peter,
ich habe vor kurzem genau vor dieser Situation gestanden. Was tun? Ich kann nur meine Lösung sagen, ich habe keine weiteren Personen in dieses Network eingebracht. Ich persönlich kann nur sponsorn, wenn ich von der Sache und vom Produkt überzeugt bin. Wenn ich sicher bin, auch meine DL verdient Geld und ist zufrieden. Ich bin halt so, werde nie die Super Geschäftsfrau, aber werde mich im Spiegel anschauen können. ohne das mir vor mir selber übel wird. Ich habe den radikalen Schritt gewählt, einen frühzeitigen Ausstieg. Meine Downline (war nur 1, danach flachte meine Begeisterung schon sehr ab) wurde neutral informiert. Ich habe ihm die Fakten genannte, die Risiken, er weiß worauf er sich einlässt und ist geblieben. Er wartet ab, läuft aber nicht ins offenen Messer. Die Verantwortung hatte ich ihm gegenüber. Ich ziehe nicht, komm doch mit, aber ich hätte mich nicht gut gefühlt, einfach so die Fliege zu machen.
Eine andere Mgl. die in Frage kommt, sich zu verhalten wie meine Dl. Augen und Ohren auf, Vorsicht und Abwarten. Manchmal können sich Dinge auch wieder zum Positiven entwickeln. Ich hatte die Zeit und den finaziellen Spielraum nicht.
Die Mgl. wenns unten bröckelt, trommeln bis der Arzt kommt - für mich persönlich nichts. Ich möchte den Menschen,denen ich ein Geschäft zeige, auch noch begegnen können, ohne die Straßenseite wechseln zu müssen.
Jeder kann sich irren, jedes Unternehmen kann Schwierigkeiten bekommen, aber Vertriebspartner wissend ins offenene Messer laufen zu lassen, ist nicht mein Ding. Ich habe mit meinen neuen Partnern eine Absprache, sehe ich Gefahr im Verzug, ich informiere sie.
Gruß
Dagmar |
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_________________ Selbst. Vertragshändlerin eVisionTeam
Point of Sales Halver
http://www.mein-job-macht-spass.de |
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Uservorstellung
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