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 hemmerling



Alter: 47
Anmeldungsdatum: 16.12.2004
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BeitragVerfasst am: 17/7/2006, 16:14  Titel: Idee "Vorzugskunden" Angebote, aus kaufmännischer Sich Antworten mit ZitatNach untenNach oben

"Vorzugskunden" Angebote, aus kaufmännischer Sicht.

Viele MLM-Systeme bieten Kunden an, zu "Vorteilskunden" zu werden. Sie kaufen günstiger ein, haben aber keinen Status eines MLM-Partners und benötigen daher auch keinen Gewerbeschein.

Wie ich aus den Infos hier gelernt habe, wird der Preisnachlass vom Vertriebspartner erbracht, nicht vom MLM-Unternehmen: Für Vorteilskunden gibts weniger Provision.

Frage:
1) Wem nutzen Vorteilskunden
Meine Antwort: Dem MLM-Mutterhaus, weil es mehr Umsatz macht. Da der Umsatz zu Vollkosten intern abgerechnet wird, wird der Herstellungspreis inkl. Gewinn normal eingefahren.

Eine Win-Win-Situation für Kunde und MLM-Firma.

2) wem schaden Vorteilskunden ?
Den Vertriebspartnern, die dadurch weniger Provison auf ihren Umsatz bekommen, bzw. der Vorteilskunde bestellt "direkt" beim MLM-System und der ursprüngliche MLM-Partner erhält nur indirekt noch eine geringe Umsatzprovision.

3) Warum sollte sich ein MLM-Partner überhaupt drauf einlassen, seinen Kunden zu erzählen, daß sie Vorteilskunden werden KÖNNTEN ?
Eine mögliche Antwort lautet leider: Wehe wenn es ein anderer Händler des gleichen Systems diesen Kunden erzählt... z.B. wenn sie auf einer Messe als Messebesucher auf so einen HÄndler treffen, der ihnen die "Wahrheit" erzählt.

4)
In welcher Situation ist es scheinbar "fair" für alle Beteiligten, wenn viele Kunden zu Vorteilskunden umgemünzt werden ?!

5) Ist es überhaupt einfach, wenn ein Vorteilskundenangebot existiert, die Kunden zu überreden, Vorteilskunde (verbunden mit einer Registerierung...) zu werden ?

6) Bitte schildert Eure positiven und negativen Erfahrungen als MLM-Partner mit Vorteilskunden bzw. den Angeboten des MLM-Systems, Kunden zu Vorteilskunden werden zu lassen !

Ich bin begierig, weitere auch alternative Antworten von Euch zu hören.
Weitere (rhethorisch gestellte) Fragen+Antworten zu dem Thema würden mich auch freuen..

Grüße
Rolf
_________________
Network Marketing funktioniert nur, weil man weiß, wie es
geht - nicht, weil man gerade dringend Geld braucht . . . (Robert Pauly)
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BeitragVerfasst am: 17/7/2006, 21:05  Titel: Idee Re: "Vorzugskunden" Angebote, aus kaufmännischer Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hemmerling hat folgendes geschrieben:
Frage:
1) Wem nutzen Vorteilskunden
Meine Antwort: Dem MLM-Mutterhaus, weil es mehr Umsatz macht. Da der Umsatz zu Vollkosten intern abgerechnet wird, wird der Herstellungspreis inkl. Gewinn normal eingefahren.


Richtige Fragestellung: Wer hat Vorteile von der Vorteilskunden-Möglichkeit?

1. Der Vorteilskunde selbst, denn er spart Geld, wird schneller beliefert.
2. Der werbende Networker, denn er muss diesen kunden nicht mehr selbst beliefern (könnte aufgrund Entfernung wenig lohnenswert sein) und dieser Kunde kann nicht mehr "abwandern", Umsatzbonus gibt's trotzdem. Meist kaufen Vorteilskunden etwas mehr, der Umsatz erhöht sich also.
3. Das Unternehmen bedingt, denn der Umsatz erhöht sich meist (nicht immer) etwas und nur dann hat das Unternehmen selbst etwas davon.

Zitat:
2) wem schaden Vorteilskunden ?
Den Vertriebspartnern, die dadurch weniger Provison auf ihren Umsatz bekommen, bzw. der Vorteilskunde bestellt "direkt" beim MLM-System und der ursprüngliche MLM-Partner erhält nur indirekt noch eine geringe Umsatzprovision.


Wieder nicht zuende gedacht...

Stell Dir vor, der Kunde wohnt 3 Dörfer weiter und ich verfahre 4 € Benzin und benötige 2 Stunden incl. Hin- und Rückfahrt und Schwätzchen. Bestellt der Kunde etwas, das mir nur 5 € Handelsspanne bringt, hab ich in 2 Stunden 1 € verdient. Bestellt der Kunde selbst, hab ich keine Kosten und keinen Aufwand, der Kunde hat aber einen Mindestbestellwert einzuhalten und setzt meist etwas mehr um. Wo soll hier ein Schaden sein?

Zitat:
3) Warum sollte sich ein MLM-Partner überhaupt drauf einlassen, seinen Kunden zu erzählen, daß sie Vorteilskunden werden KÖNNTEN ?
Eine mögliche Antwort lautet leider: Wehe wenn es ein anderer Händler des gleichen Systems diesen Kunden erzählt... z.B. wenn sie auf einer Messe als Messebesucher auf so einen HÄndler treffen, der ihnen die "Wahrheit" erzählt.


Der Kunde kann sich doch frei entscheiden. Willst Du ihn etwa vertraglich an einen Händler binden? Fändest Du das seriös?

Zitat:
4)
In welcher Situation ist es scheinbar "fair" für alle Beteiligten, wenn viele Kunden zu Vorteilskunden umgemünzt werden ?!


Der Kunde ist und bleibt ein Kunde, ob mit oder ohne Vorteil. Der Berater muss schon selbst entscheiden, welchem Kunden er diese Möglichkeit anbietet und längst nicht jeder Kunde nutzt diese Möglichkeit, viele wollen das gar nicht und legen mehr Wert auf Service als auf Ersparnis. Ansonsten siehe Antwort 1.

Zitat:
5) Ist es überhaupt einfach, wenn ein Vorteilskundenangebot existiert, die Kunden zu überreden, Vorteilskunde (verbunden mit einer Registerierung...) zu werden ?


Niemand muss überredet werden. Registriert bist Du überall, wo Du eine Kundennummer hast, also beim Pizzaservice, Videothek, Autowerkstatt, Elektriker, Klempner, bei der METRO gibt's sogar nen Ausweis. Der eine will's, der andere nicht. Es ist halt eine von mehreren Möglichkeiten, deren Vor- und Nachteile man individuell abwägt, bevor man sich dafür entscheidet oder es lässt.

Zitat:
6) Bitte schildert Eure positiven und negativen Erfahrungen als MLM-Partner mit Vorteilskunden bzw. den Angeboten des MLM-Systems, Kunden zu Vorteilskunden werden zu lassen !


Ich kenne keine negativen Erfahrungen, habe nur positive. Scheinbar negativ wäre der Verzicht auf die Handelsspanne, deshalb ist die Möglichkeit auch nicht generell anzuwenden, sondern in entsprechend passenden Einzelfällen (s. o.).
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 hemmerling



Alter: 47
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Beiträge: 1999
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BeitragVerfasst am: 18/7/2006, 06:43  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

Danke Nowa für den Hinweis,
den Vorteilskunden-Status aus Händlersicht bevorzugt an "auswärtige" Kunden anzubieten, aber nicht an den Kunden um die Ecke Smile

Darauf war ich soo noch nicht gekommen.

Zitat:

Der Kunde kann sich doch frei entscheiden. Willst Du ihn etwa vertraglich an einen Händler binden? Fändest Du das seriös?

Ja selbstverständlich ist bei Handelsvertretern und auch vielen sonstigen Vertriebssystemen mit relativ fester Händler-Kundenbindung so, das nennt man dort "Kundenschutz",
d.h. der Händler hat ein Recht darauf, daß seine Kunden WEDER von der Mutterfirma direkt NOCH von Mitbewerbern des gleichen Vertriebssystems angesprochen ( = abgeworben ) werden.

Als Ergänzung zum "Gebietsschutz" bzw. als dessen Ausprägung.
Denn die Neukundenauqise ist ja sehr TEUER für den Werber, es ist unfair wenn sich einige Werber drauf spezialisieren würden, bei ihren Kollegen zu "wildern", also z.B. indirekt nachzuforschen wer schon Kunde ist und diese dann mit "günstigeren" Angeboten abzuwerben hinter dem Rücken des ursprünglichen Werbers.

Bei einigen Vertriebssystemen läuft das so, daß EGAL WIE der Kunde bestellt, der ursprüngliche Werber die Provision bekommt, ein "Leben lang" ( == Passives Einkommen quasi ), d.h. daher haben dann Handelsvertreter kein Interesse an einer "Abwerbung" weil sie keine Provisionen bringt...

Da MLM ja gerade Kunden-Händler/Handelsvertreter Verhältnisse hat, die PERSÖNLICH sein sollen, und eben nicht "anonymer Supermarkt", wäre ein Abwerbeverbot durchaus angebracht, aus MLM-Partnersicht

Grüße
Rolf
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BeitragVerfasst am: 18/7/2006, 07:42  Titel:   Antworten mit ZitatNach untenNach oben

hemmerling hat folgendes geschrieben:
Danke Nowa für den Hinweis,
den Vorteilskunden-Status aus Händlersicht bevorzugt an "auswärtige" Kunden anzubieten, aber nicht an den Kunden um die Ecke Smile

Darauf war ich soo noch nicht gekommen.


Weil Du nicht richtig liest!
Das hatte ich nämlich in dem Zusammenhang schon mehrfach geschrieben, auch Dir!

Zitat:
Zitat:

Der Kunde kann sich doch frei entscheiden. Willst Du ihn etwa vertraglich an einen Händler binden? Fändest Du das seriös?

Ja selbstverständlich ist bei Handelsvertretern und auch vielen sonstigen Vertriebssystemen mit relativ fester Händler-Kundenbindung so, das nennt man dort "Kundenschutz",


Bäcker Müller kann Oma Krause auch schlecht verklagen, wenn sie ihre Brötchen von Konkurrent Meier kauft, oder?

In dem Moment, in dem ein Vorteilskunde IN MEINER STRUKTUR registriert ist, ist das de facto eine Art Kundenschutz, denn jedesmal, wenn der Vorteilskunde beim Unternehmen bestellt, bekomme NUR ICH als sein "Sponsor" auch auf seine Umsätze Boni.

Zitat:
d.h. der Händler hat ein Recht darauf, daß seine Kunden WEDER von der Mutterfirma direkt NOCH von Mitbewerbern des gleichen Vertriebssystems angesprochen ( = abgeworben ) werden.


Vor allem hat der Kunde das Recht, einzukaufen, wo er möchte. Kundenbindung funktioniert NICHT mit Zwang, sondern über guten Service, damit der Kunde gern gerade bei uns einkauft.

Kauft der Kunde direkt beim Unternehmen, bleibt er doch MEIN Kunde, denn ich bekomme weiterhin Umsatzboni auf seine Umsätze. Nur die Handelsspanne hab ich nicht mehr, die ist ja für den Aufwand des Lieferns, den ich auch nicht mehr habe.

Zitat:
Denn die Neukundenauqise ist ja sehr TEUER für den Werber, es ist unfair wenn sich einige Werber drauf spezialisieren würden, bei ihren Kollegen zu "wildern", also z.B. indirekt nachzuforschen wer schon Kunde ist und diese dann mit "günstigeren" Angeboten abzuwerben hinter dem Rücken des ursprünglichen Werbers.


Ein Stammkunde, der gut betreut wird, wechselt sehr selten den Berater. Warum sollte er es tun?

Kunden anderer Networker ausspionieren? Wie soll das gehen?
Kein Kunde hat an seinem Klingelschild einen Zusatz "Kunde von..." oder läuft mit nem entsprechenden Button rum...

Zitat:
Bei einigen Vertriebssystemen läuft das so, daß EGAL WIE der Kunde bestellt, der ursprüngliche Werber die Provision bekommt, ein "Leben lang" ( == Passives Einkommen quasi ), d.h. daher haben dann Handelsvertreter kein Interesse an einer "Abwerbung" weil sie keine Provisionen bringt...


Kundenschutz über das Unternehmen funktioniert NUR, wenn der Kunde direkt über das Unternehmen bestellt, also selbst die Zuordnung der Provisionen übernimmt. Ansonsten hat das Unternehmen keinen Zugriff auf meine Kundendaten, sieht nur, welche Waren ich bestelle, aber nicht, für wen oder ob ich alle bestellten Shampoos selbst trinke...

Zitat:
Da MLM ja gerade Kunden-Händler/Handelsvertreter Verhältnisse hat, die PERSÖNLICH sein sollen, und eben nicht "anonymer Supermarkt", wäre ein Abwerbeverbot durchaus angebracht, aus MLM-Partnersicht


Partner anderer Strukturen dürfen nicht abgeworben werden, deshalb ist Strukturwechsel (wenn überhaupt) nur unter ganz bestimmten Bedingungen möglich. Auf Kunden kann man das aber nicht ausdehnen, das geht schon technisch nicht, aber auch nicht aus datenrechtlichen Gründen, es sei denn, das Unternehmen verwaltet und beliefert die Kunden selbst, dann ist der Networker aber kein Händler, sondern nur Vermittler und hat entsprechend weniger Möglichkeiten und meist auch weniger Einkommen, weil statt 2 Einkommensteilen (Handelsspanne und Umsatzprovision) die Handelsspanne wegfällt.
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