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Dete1896

Alter: 53
Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 254
Wohnort: Königs Wusterhausen

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Guten Tag,
das nachstehende Urteil habe ich in einem Forum gefunden:
Vertragsrücktritt wenn der Maßanzug kneift
Ist ein Maßanzug nicht passgenau geschnitten, berechtigt dies den Kunden zum Rücktritt aus dem Vertrag. Das hat das Amtsgericht Frankfurt in einem am Donnerstag bekannt gewordenen Urteil entschieden.
Die Richter verurteilten damit einen Schneider, 700 Euro Vorauszahlung an den Kunden zurück zu zahlen (Az: 32 C 87/06-90).
Der Kunde hatte den karierten Anzug für rund 2 200 Euro bei dem Schneider in Auftrag gegeben und anmessen lassen. Bei mehreren Proben zwickte das Jackett unter anderem an den Achseln und zeigte dadurch am Rücken eine schräge Falte, während die Hose am Gesäß zu weit war.
Diese Mängel konnte der Schneider auch nach mehreren Reklamationen nicht beheben. Laut Urteil sind derartige Passungenauigkeiten als „Sachmangel“ anzusehen, der den Kunden zum Rücktritt aus dem Herstellungsvertrag berechtige. Gerade bei individuell anzufertigenden Maßanzügen müsse der Schnitt schließlich genauestens den körperlichen Gegebenheiten des Kunden angepasst sein, meinte das Gericht.
Wenn jemand Maßbekleidung hat die nicht passt, sollte man den Lieferanten auf das Urteil hinweisen und sein Geld zurück verlangen. Ich denke, der Preis dürfte bei Mangelware keine Rolle spielen.
Beste Grüße
Dete |
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_________________ "Der eigentliche Zweck des Lernens ist nicht das Wissen, sondern das Handeln."
Herbert Spencer (1820-1903), engl. Philosoph und Sozialwissenschaftler
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
Wohnort: MLM-freie Zone

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Hi Dete1896,
Nun handelt es sich weder bei Z. noch bei A. um Maßschneiderei! Somit ist das Maßhemd oder Maßanzug schon irreführend, da wird nämlich nur eine Schnittmustersoftware verwendet (ab 200 bis 3000 €) die je nach Preis und Leistung bereits dynamisch einstellbare fertige Schnittmuster enthält (da gibts sogar ne Programmiersprche für) und ist somit "computergestützte Konfektionsware"! Übrigens gibts da auch Versandhäuser die sowas machen, da gibt man Stoff und Maße an, da fertigen die das auch! Das alles hat mit Maß... nichts aber auch gar nichts zu tun! Bei Maßklamotten (wie z.B. mei Lederhosn) sind mindestens zwei Anproben nötig bis das Ding passt, auch bei bestem Messen wird das vor dem Zusammennähen nochmal genau angepasst! Das Ding hat nicht umsonst damals 2000 DM gekostet (heut wärns warscheinlich Euronen)! Das Ding lässt sich sogar ändern wenn man dicker wird, das blieb mir allerdings bisher erspart
Somit ist schon der Begriff Maß.... irreführend und somit Betrug am Kunden!!!
Zitat: Zwischen 1996 und 1999 wurde das öffentlich geförderte Forschungsprojekt Bekleidung nach Maß (BKM) durchgeführt, das die Herstellung individueller an den Kunden angepaßter Kleidungsstücke zum Ziel hatte. Dabei muß begrifflich zwischen "Maßbekleidung" und "Konfektion körperangepaßter Bekleidung" unterschieden werden:
"Eine ´Anfertigung von Maßbekleidung´ umfaßt Aufnehmen der Körpermaße mit 3-D-Verfahren, Herstellen des Schnittes durch rechnerdokumentierte Basisschnitte sowie Einzellagenzuschnitt und Einzelfertigung.
Bei der ´Konfektion körperangepaßter Bekleidung´ werden die Körpermaße durch Ausmessen oder mit Schlupfgrößen erfaßt, der Schnitt wird vom digitalisierten, gradierten Basisschnitt abgeleitet und kann in Serienfertigung montiert werden". (Moll, Schütte 1999, S. 182)
Entsprechend dieser Definition handelt es sich beim Projekt BKM um die Konfektion körperangepaßter Bekleidung. Die einzelnen Prozeßschritte, beginnend bei der automatischen Maßerfassung und endend bei der flexiblen Produktionstechnik, sind in Bild 3-5 dargestellt.
Quelle: http://www.broziotech.de/diss/kapitel3.html
Aber nicht mal die Kriterien der Konfektion körperangepaßter Bekleidung werden da erfüllt!!!!
MfG Bierschlucker |
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
Wohnort: MLM-freie Zone

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Nachtrag:
Zitat: Zunächst werden die Meßdaten berührungslos mit dem Laser-Lichtschnitt-Verfahren erfaßt, indem 4 bis 16 Kameras den Körper abfahren und die 3D-Koordinaten aus den Reflexionen des auf den Körper auftretenden Laserstrahls registrieren (Tecmath o.J.). Die so gewonnenen Informationen werden auf ein 3D-Menschmodell projiziert, das aus den Daten die passende Schlupfgröße errechnet. Bei der Anprobe dieser Schlupfgröße werden die letzten Maßab-weichungen vom Fachverkäufer manuell ermittelt und in den Rechner eingegeben. Schließlich wählt der Kunde das gewünschte Tuch und die Form des Anzugs aus. Mit diesen Daten wird die individuelle Schnittkonstruktion durchgeführt, indem die vorhandenen Basis-schnitte entsprechend variiert werden, um so die Konstruktionsmaße an die zentrale Produktionsleittechnik zu übertragen. Die Produktion erfolgt in einer Werkstatt, die eine flexible Fertigung der zahlreichen Varianten erlaubt (Bekleidung nach Maß 2000).
Da sind Z. und A. Lichtjahre entfernt, dabei handelt es sich hier lediglich um Konfektion körperangepaßter Bekleidung nicht aber um Maßbekleidung!!!
MfG Bierschlucker |
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Dete1896

Alter: 53
Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 254
Wohnort: Königs Wusterhausen

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Hallo Wolfgang,
dann bleiben wir einfach bei a´MAß Bier , ok ?
Danke für den Link und die Info´s.
Beste Grüße
Dete |
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bamj

Anmeldungsdatum: 13.09.2005
Beiträge: 331

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Hallo,
aber es wird dem Kunden gesagt, es handelt sich um ein Maßhemd bzw Anzug. Sollte dieser nun nicht passen, und der Kunden möchte sein Geld zurück, geht evtl soweit bis vors Gericht. Ich möchte nicht wissen ob der Richter soweit geht und sagt, dies ist ja kein richtiges Maßhemd/ Anzug. Also Pech es gibt kein Geld zurück.
Sondern ich denke er wird entscheiden der VP muß das Geld zurück bezahlen oder dann doch ein Vergleich.
Aber alles ist schlecht für den VP, denn dann sind hohe Kosten entstanden.
Dies war damals auch eine Überlegung von mir, wie geht es im Streitfall am schlimmsten für den VP aus. Denn viele Deutschen sind halt mal streitsüchtig und nicht an einer außergerichtlichen und vernünftigen Lösung für beide Seite interessiert.
sonnige Grüeß
Jürgen |
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Uservorstellung
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Torben Thiel

Anmeldungsdatum: 03.08.2006
Beiträge: 478
Wohnort: 38464 Groß Twülpstedt

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Aha...
Sehr gut. Auch ich habe zu Danken... |
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Torben
FE.N
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
Wohnort: MLM-freie Zone

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Hi bamj,
Du sagtst es. Nun ein echtes Maßhemd für knapp 30 € zu erwarten ist ja auch blindäugig! Wer aber schon so grossspurige Aussagen macht muss sich anschliessend auch nicht wundern wenn die Kunden mit dem vermeitlichen "Maßhemd" unzufrieden sind. Kleider machen Leute und gerade in unserer Zeit wird da wirklich Wert gelegt (In meiner Jugend war das ja komplett out, je vergammelter desto besser). Da blamierst du dich schon wenn ein Faden vom Knopfloch runterhängt, bei schiefen Nähten schütteln die nur bedauerlich den Kopf, sowas kommt heut net mal mehr auf den Wühltisch...
Maßhemd, gelle...
MfG Bierschlucker |
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
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Bierschlucker

Anmeldungsdatum: 30.11.2004
Beiträge: 3116
Wohnort: MLM-freie Zone

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Hi Jost,
Zitat: Wer hat heute noch einen Hut? (außer in Bayern)
Ob Huat, Turban oder Cappy, ois was ohne is is dappi...
Mal im Ernst, das meinst du doch echt nicht so
Gut, man kann es auch Kopfbedeckung nennen, lauf doch mal nen Tag durch die Wüste, da wirst du schnell erkennen, dass eine Kopfbedeckung Sinn macht! Nun, in Bayern gibt es Gott sei Dank keine Wüste und trotzdem gibts an Hut, so auf dreitausend Meter wirst des auch spürn...
MfG Bierschlucker |
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Dete1896

Alter: 53
Anmeldungsdatum: 28.02.2005
Beiträge: 254
Wohnort: Königs Wusterhausen

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ratiomama hat folgendes geschrieben: Hallo Wolfgang,
na ja, ich hab halt überlegt, welche Kleidungsstücke könnten Leute anbieten, die Hemden net richtig hinkriegen und von Anzügen und Schuhen träumen.
Da ist mir halt auf die schnelle nur der Hut eingefallen.
Gruß
Jost
@Jost,
hast du dir schon mal die ganzen verschiedenen Kopfformen angesehen ?
Das wird bestimmt nicht einfach. Rundkopf, Eierkopf .....usw.
Da wäre eine simpele Pudelmütze sicher leicher herzustellen.
Gruß
Dete |
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Herbert Spencer (1820-1903), engl. Philosoph und Sozialwissenschaftler
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