Und nochmal zum Thema MLM, da hier Fragen auftauchen, ob es auch "gute" MLM-Firmen gibt:
Wie ich schon mal berichtet habe, war ich vor Jahren auch in einer MLM-Struktur involviert und weiß daher aus erster Hand, worüber ich hier berichte. PMs mit den "ofiziellen Gegenargumenten" der MLM-Strukturen haben daher keinen Sinn, weil diese "Argumente" mir alle bestens bekannt sind...
Ich habe mich glücklicherweise rechtzeitig, bevor größere finanzielle Verluste auftraten, aus diesem Sumpf befreien können, nachdem ich hinter die Kulissen der MLM-Strukturen blicken durfte. Diese Einblicke verliehen mir die Kraft, mich aus der Struktur zu lösen, ohne die gewünschte Rücksicht auf meine Uplines zu nehmen (ging sogar bis hin zu Drohungen....)
Hätte ich zum Zeitpunkt, als ich durch einen ehemaligen Vorgesetzten "gesponsert" wurde, einen Internet-Zugang und die Möglichkeit zum Recherchieren gehabt, wäre mir vieles erspart geblieben....
Bei meinen nachträglichen Recherchen stieß ich dann auf die Seite MLM-Beobachter, die ich jedem nur empfehlen kann, der sich über das Thema informieren will (und gleich der Hinweis: nein, ich habe nichts mit dem Betreiber der Seite zu tun, ich kann die Seite nur als Informationsquelle empfehlen.)
Hier gibt es, beginnend vom Friedhof der Kuscheltiere (ähhhhh... der MLM-Firmen), über aktuelle Infos zum Thema MLM, über Berichte ehemaliger Opfer bis hin Verbraucherschutzwarnungen, alle Infos zum Thema. Besonders interessant finde ich die Verweise zu MLM-Foren, in denen sich die Jünger dieses ach so hoffnungsvoll-zukunftsträchtigen Geschäftsmodells die Klinke in die Hand geben, wenn sie mal nicht unterwegs sind, um dieselbige zu putzen . Hier sieht man dann auch deutlich, auf welchem intelektuellen Niveau sich viele der Strukkis bewegen, angefangen von der Wortwahl (teilweise unter der Gürtellinie) über die Ausdrucksweise eines entwicklungsgestörten Teenagers bis hin zum Gebrauch der 100mal bewährten, weil 100%ig unlogischen Standartargumente der Strukturen, gegen die eine logische Erklärung der Fehler des MLM absolut keine Chance hat.
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MLM ist und bleibt eine Pyramidenstruktur, die, entgegen der Meinung aller Strukkis (Meinung, die ich auch mal vor Jahren vertrat), nicht funktionieren kann! Sie ist nun mal darauf aufgebaut, nach unten hin unendlich viele neue "Partner" ins Spiel zu bringen.
Geht man von einer 5er Matrix aus (jeder Neue muss seinerseits mindestens 5 Neue ins Spiel bringen), sieht das nach 10 Ebenen wie folgt aus:
1
5
25
125
625
3.125
15.625
78.125
390.625
1.953.125
Die Gesamtsumme der Teilnehmer beträgt bereits über 2,4 Millionen!!!!!!! Da hier nur der Initiator bzw. vielleicht auch die erste Ebene unterhalb des Initiators richtig Geld verdient, während die anderen nur finanzielle Verluste davontragen, muss jeder aus den Ebenen darunter seinerseits die gleiche Struktur aufbauen, um das zu erreichen, was ihm bei seinem Einstieg vorgegaukelt wurde: Reichtum. Jeder mit einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur kann sich leicht ausrechnen, dass selbst unter Zuhilfenahme aller noch unentdeckten Eingeborenenstämme im Amazonas-Dschungel das menschliche Potential der Erde bereits nach einigen verdienenden Ebenen ausgeschöpft wird....und damit für den großen Rest die sprudelnde Geldquelle unerreichbar bleibt.
Auch wenn einige meinen, dass sich mit dem Verkauf von Produkten Geld verdienen lässt, beachten sie dabei nicht einen der Hauptfehler des MLM: den gesättigten Markt und die Rekrutierung der eigenen Konkurrenz! Für jedes Produkt, das es im MLM gibt, gibt es in der normalen Wirtschaft eine Vielzahl von Konkurrenzprodukten, zu meist günstigeren Preisen. Dass sie dabei beim gelegentlichen oder häufigeren Rekrutieren von neuen Partnern gleichzeitig Konkurrenten ins ohnehin nicht gebietsgeschützte Einzelhandelsgeschäft bringen, bemerken die meisten gar nicht.(und das als Selbsständiger!!!!!! Wer würde denn sonst noch krampfhaft versuchen, möglichst viel Konkurrenz für das eigene Geschäft auf den Markt zu bringen????)
Stellt euch mal vor, ihr müßtet, um bei Quelle, Otto oder auch Schlecker bestellen zu können, jährlich mindestens 40 Euro Gebühren zahlen, dazu noch alle Kataloge und sonstige Werbeblättchen bezahlen. Da würde der Kundenstamm der Versandhäuser rapide nur noch aus Karteileichen bestehen.
Genau das passiert aber, wenn neue Partner mit dem Argument geworben werden, sie müssten ja nicht in die Struktur einsteigen (was sie unbemerkterweise trotzdem tun), sondern nur für den eigenen Bedarf Produkte zum ach so günstigen Einkaufspreis bestellen (und die neuen Partner natürlich Gebühren zahlen müssen, um "Geschäftspartner" zu werden). Dass in diesem "supergünstigen EK" bereits die Provisionen für die Uplines enthalten sind, wird natürlich nicht offenbart.
Wer mehr erreichen will, also die Struktur aufbauen will, muss sowohl zeitlich als auch finanziell weitaus mehr Aufwand bringen, als ihm am Anfang gesagt wurde. Dass es mit 8-10 Stunden pro Woche, wie so oft geworben wird, nicht getan ist (da man ja ständig auf der Suche nach neuen Opfern ist), ist ebenso sicher wie der erhöhte finanzielle Aufwand: da gibt es ständig irgendwelche Seminare oder Treffen, bei denen man natürlich dabei sein muss (und die alle Geld kosten), natürlich wird hier Informationsmaterial ausgestellt, das man zum Erfolg unbedingt braucht (und das natürlich Geld kostet), es kommen Fahrtkosten dazu, Telefonkosten und und und.
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Dies sind nur einige wenige der Nachteile, die man als zukünftiger MLM-ler zu erwarten hat.
Wer es trotzdem wagen will, in diese Branche mit "viel Zukunft" eizusteigen, dem kann ich nur eines empfehlen:
Die Lektüre des Ratgebers zum Einstieg ins MLM und den Rat, sich genau an diese Anweisungen zu halten. Nur dann wird der/diejenige den Einstieg ins MLM nicht bereuen.