| Poll :: Bringt so ein Artikel mich als Networker zum Nachdenken? |
| Nein, das ist doch nur billige Polemik. |
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| Klingt zwar plausibel aber ich vertraue meinem System. |
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| Ich lasse solche negativen Dinge gar nicht erst an mich heran. |
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| Das ist die Argumentation von Losern. |
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| Wenn ich so etwas lese, bin ich gar nicht mehr so sicher, ob MLM funktioniert. |
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43% |
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| Stimmen insgesamt : 16 |
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Nachricht |
Teamplayer

Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 178

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Hallo zuammmen,
folgenden MLM-kritschen Text fand ich gestern im Web. Scheint aber nicht von diversen MLM-Hassern zu sein. Ich finde ihn wirklich diskussionswürdig, kenne den Verfasser aber leider nicht:
Zitat: NETWORK MARKETING - DAS GROSSE VERSPRECHEN
Geht man nach den Werbeaussagen der meisten MLM-Unternehmen, kann fast jeder Normalsterbliche im Network Marketing viel Geld verdienen. In der Praxis jedoch erwirtschaften über 90 Prozent aller Networker trotz intensiver Bemühungen kein nennenswertes Einkommen. Was sind die Gründe dafür und wie kann man dennoch im Network Marketing Erfolg haben?
> Träume sind Schäume
„Geld verdienen ohne Kapitaleinsatz “ - „Traumkarriere in 12 Monaten“ - „Lebenslang ein passives Einkommen beziehen“ – so oder ähnlich lauten die vollmundigen Versprechungen vieler MLM-Unternehmen. Die Realität dagegen sieht ernüchternd aus. Über 90 Prozent der Networker verdienen kaum mehr als ein paar hundert Euro pro Jahr – Einnahmen, die oft nicht einmal die Kosten decken, von einer bescheidenen Bezahlung für die Arbeitszeit ganz zu schweigen.
Befragt man MLM-Unternehmen oder deren obere Vetriebshierarchien nach den Gründen, so schieben diese die Schuld in aller Regel auf die Networker. Von Verlierertypen, die das Geschäft nicht verstünden, ist die Rede, von mangelnder Arbeitsbereitschaft oder von fehlender Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Produkten. Das ist nicht nur zynisch, sondern vor allem unseriös. Sicher gibt es auch im Network Marketing Könner und Versager, so wie in jedem anderen Wirtschaftsbereich, doch allein die extrem hohe Zahl schlechtverdienender Networker legt nahe, daß es noch andere Gründe für den geringen wirtschaftlichen Erfolg geben muß.
> Geschürte Illusionen
Schon immer haben MLM-Unternehmen mit der Illusion vom großen Geld gespielt. Auch wenn nach außen natürlich gesagt wird, Network Marketing sei eine Arbeit, die viel Einsatz erfordere, so heißt es im gleichen Moment, daß sich jeder bei entsprechendem Engagement in kurzer Zeit ein hohes Einkommen erarbeiten könne. In Zeiten wie heute, wo die wirtschaftliche Unsicherheit breite Bevölkerungskreise erfaßt hat, klammern sich viele Menschen an diese Hoffnung und versuchen, mit Network Marketing, Geld dazuzuverdienen oder sich damit eine eigene Existenz aufzubauen.
Klappern gehört zum Handwerk - das Versprechen großartiger Einkommensperspektiven ist bei den meisten MLM-Unternehmen untrennbarer Bestandteil der öffentlichen Selbstinszenierung. Dabei wenden die Unternehmen äußerst cleverer Strategien an, um immerfort neue Vertriebspartner zu akquirieren und diese mit ausgeklügelten Marketing- und Psychomethoden auf das eigene Unternehmen „einzunorden“. Typische Beispiele dafür sind die ständigen Beschwörungen des „Team Spirit“, Schulungsveranstaltungen und Meetings im Stile von Entertainment-Shows oder Online-Konferenzen, die allesamt dazu dienen, die angeworbenen Networker auf Linie zu halten.
> Abwälzung des unternehmerischen Risikos nach unten, Abschöpfung der Gewinne nach oben
Anders als bei Unternehmen mit festen Angestellten, die durch unzureichend qualifizierte Mitarbeiter einen finanziellen Schaden erleiden würden, gibt es für MLM-Unternehmen ein solches Risiko nicht. Hier trägt allein der Networker das wirtschaftliche Risiko. Mit dem Aufbau einer eigenen Downline reicht dieser das Betriebsrisiko nach unten durch. Dabei sinkt sein persönliches Risiko umso mehr, je größer diese Downline ist.
Da der maßgebliche Verdienstanteil in der Regel nicht durch den persönlichen Verkauf der Produkte, sondern durch die Anwerbung neuer Partner erzielt wird, besteht kein Bedarf, die Eignung der Angeworbenen vorab zu prüfen. Daraus resultiert ein erheblicher Ansporn, auch Privatpersonen ohne kaufmännische Kenntnisse und ohne Verkaufskenntnisse anzuwerben. Dies hat zur Folge, daß auch kein besonderes Interesse besteht, neugeworbene Partner kaufmännisch und verkaufstechnisch solide zu schulen - was die meisten Networkern aufgrund mangelhafter Fachkenntnisse allerdings ohnehin nicht könnten.
Von den MLM-Unternehmen angebotene Schulungen und Seminare sind häufig reine Promotion- und Motivationsveranstaltungen, garniert mit oberflächlichen Marketing- und Verkaufsinformationen. Nicht selten dienen die Events nur dazu, den Teilnehmern Geld abzunehmen. Einige MLM-Unternehmen verlangen von Neueinsteigern sogar obligatorisch die Teilnahme an derartigen kostenpflichtigen Veranstaltungen.
Hieraus wird ersichtlich, daß die hierarchische Struktur dieser Vertriebsform selbst der Hauptgrund für die schlechte Verdienstsituation der meisten Networker ist. Kernpunkt ist die progressive Einkommensverteilung, die einseitig die Vertriebsspitze gegenüber den unteren Ebenen bevorteilt. Je breiter und je tiefer die Downline aufgebaut ist, umso mehr Networker arbeiten „lohnsklavengleich“ für die Taschen des MLM-Unternehmens und die oberste Vertriebshierarchie. Während die Mehrheit der Networker mit Kleinbeträgen abgespeist wird, kumuliert die ausgezahlte Gesamtprovision an der Spitze zu beträchtlichen Einkommen, und dies bei geringstem wirtschaftlichen Risiko.
Daraus resultiert, daß Network Marketing eine Vertriebsform ist, die vor allem davon lebt, daß ein Heer von Vertriebspartnern schlechtbezahlte „Zuträgerdienste“ leistet. Dabei werden die unternehmerischen Risiken einseitig auf die schwächsten Partner abgewälzt, die für ihre Arbeit keine angemessene finanzielle Vergütung erhalten. Oder anders ausgedrückt: Die Erfolglosigkeit der großen Mehrheit der Vertriebspartner ist gewissermaßen systemimmanent.
> Ständige Fortschreibung eines ungerechten Systems
Der einzige, meist jedoch trügerische Ausweg aus diesem Dilemma besteht für den Networker darin, daß er regelmäßig neue Partner für die eigene Downline anwirbt. Dadurch kann er zwar einen Teil seines wirtschaftlichen Risikos auf andere Teilnehmer abschieben, gleichzeitig trägt er aber dazu bei, daß das im Kern ungerechte Vergütungssystem nur permanent fortgeschrieben wird.
Daß angesichts dessen die Frage nach der moralischen Verantwortung von kaum einem MLM-Unternehmen aufgeworfen wird, liegt in der Natur der Sache, schließlich sind sie die Initiatoren und Profiteure solcher Systeme. Jeder Jungunternehmer aber, der sich neben- oder hauptberuflich eine eigene Existenz aufbauen will, sollte diese Frage nicht leichtfertig vom Tisch wischen. Die persönliche Verantwortung eines ordentlichen Kaufmanns erschöpft sich nicht in der Befolgung bestehender Gesetze, sondern geht darüber hinaus. Sie ist Teil eines Selbstverständnisses, das Kunden und Partner in den Mittelpunkt stellt und auf ihre legitimen Belange Rücksicht nimmt. Die Debatten der letzten Zeit über den Sozialkodex der Wirtschaft zeigen, daß die Öffentlichkeit bei diesem Thema inzwischen stark sensibilisiert ist.
> Geschönte Aussichten
So blumig interessierten Neueinsteigern die Geschäftsperspektiven ausgemalt werden, so bedeckt halten sich die meisten MLM-Unternehmen, wenn es um eine realistische Darstellung der wirtschaftlichen Chancen für die Vertriebspartner geht. Statt nachvollziehbare Marktprognosen über das Absatzpotential der Produkte vorzulegen, werden phantastisch klingende Marketing- und Verdienstpläne präsentiert, die in der Praxis für nahezu keinen Networker umsetzbar sind.
Auf den Einführungsveranstaltungen geben dann oft Vertreter aus der oberen Vertriebsebene den staunenden Interessenten „Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär“-Geschichten zum Besten. Überprüfen kann die Aussagen keiner. Die meisten dieser Veranstaltungen erinnern eher an einen Zirkus denn an eine seriöse Geschäftsvorstellung.
Ein regelrechter „Hype“ findet um das Thema Passiveinkommen statt – nicht ohne Grund, denn die MLM-Unternehmen wissen, daß die Aussicht, nach dem Aufbau einer eigenen Downline ohne weitere Arbeit ein passives Einkommen aus den Provisionsabgaben der unteren Ebenen zu erwirtschaften, für Neulinge einer der Hauptgründe ist, überhaupt ins Network Marketing einzusteigen.
Kaum ein MLM-Unternehmen weist dabei auf das Phänomen der Marktsättigung hin. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, jede weitere Ebene der Downline würde genug Menschen finden, die das entsprechende Produkt kaufen oder weiterempfehlen möchte. Da dies bei exponentiell steigender Verkäuferzahl nicht der Fall ist, wird hier bewußt getäuscht. Darüber hinaus schrammen nicht wenige MLM-Unternehmen dicht an illegalen Schneeballsystemen vorbei, die in Deutschland unter Strafe stehen.
> Rechtliche Problematik
Auch über rechtlichen Probleme läßt sich kaum ein MLM-Unternehmen näher aus. Viele Produkte, beispielsweise aus dem Gesundheitsbereich, sind in Deutschland nicht zugelassen, oder es dürfen bestimmte Heil- und Wirkungsaussagen nicht gemacht werden, weil kein klinischer Nachweis darüber exisitiert.
Hochproblematisch sind auch Finanz- und Versicherungsprodukte. Zum einen ist deren Vermittlung an eine entsprechende behördliche Genehmigung gebunden (§ 34c GewO), zum anderen gilt auch für Vermittler das Produkthaftungsgesetz. Hier besteht die Gefahr, daß auf den Networker unter Umständen Schadenersatzansprüche zukommen, wenn unzufriedene Kunden klagen. Im übrigen ist es von Seiten der MLM-Unternehmen höchst unseriös, derartige Produkte über ungeschulte Vertriebspartner abzusetzen, die in aller Regel über keinerlei Fachkenntnisse auf diesem Gebiet verfügen.
Ebenso kritisch sind Networks im Glücksspielbereich, etwa Online-Lotto oder Online-Casinospiele. Auch wenn das MLM-Unternehmen über eine entsprechende Lizenz im Ausland verfügt, entbindet das den Networker keinesfalls von den deutschen Gesetzen, nach denen die Bewerbung von Glücksspielen ohne staatliche Genehmigung strafbar ist. Der Hinweis auf den ausländischen Sitz des MLM-Unternehmens greift hier insofern nicht, als daß nach deutschem Recht das Tatortprinzip gilt. Dies ist regelmäßig gegeben, wenn die Bewerbung in oder von Deutschland aus erfolgt.
Was meint Ihr dazu?
VG Gerald |
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MG
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@teamplayer,
Sie sollten hier die Quelle benennen, sonst könnte es vielleicht Ärger geben.
Zum Inhalt:
Natürlich ist da was dran, keine Frage. Was mich persönlich stört ist, dass wieder alles in einen Topf geschmissen wird. Nach meiner Meinung hätte der Verfasser Unternehmen, denen er etwas konkretes (und nichts allgemeines) vorwerfen will bennen sollen.
MG |
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Teamplayer

Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 178

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Hallo MG,
Zitat: Sie sollten hier die Quelle benennen, sonst könnte es vielleicht Ärger geben.
das würde ich gern tun, wenn ich die Info hätte. Den Text habe ich aus einem anderen Forum (kein MLM). Daher kann ich leider nichts dazu mitteilen.
Sorry
VG Gerald |
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MG
Gast
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@teamplayer,
dann halt den entsprechenden Link als Quelle angeben.
Normalerweise gibts bei solchen Dingen keinen Ärger, aber wer weiß wie der Verfasser sonst so drauf ist ?
MG |
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Björn
Alter: 25
Anmeldungsdatum: 21.10.2005
Beiträge: 18

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Hallo zusammen
Das was da geschrieben wurde ist ja nicht falsch was ich aber immer wieder bei solchen beiträgen bedenklich finde ist die eingeschränkte sicht weise,
es wird immer über die arbeitsweise des NWM geschrieben
aber keiner stellt mal die frage worum es im NWM wirklich geht?
für mich ist es ein vertriebsweg das auf geben und nehmen basiert,
ein Unternehmen will produkte verkaufen egal welches aber das größte probelme ist seine kunden an sich zu binden da kommt NWM ins spiel, in dem das Network-Unternehmen sagt benutz meine Produkte empfehle sie weiter und bring menschen zu meinem unternehmen,
dafür gebe ich dir eine teil meines umsatzes das du mehr menschen zu mir bringst dadurch entsteht ein kundenstamm der mir teuer und leichter zu erreichen ist als was ich durch werbung oder duch sonst irgendwas erreichen könnte weil das Unternehmen mir eine gegenleistung in finanzieller sicht gibt das ist für mich der grund gedanken des NWM.
Solche Artikel kann man sich durchlesen aber wenn man was im Leben erreichen will egal ob im NWM in der normalen Selbständigkeit oder in seinem Beruf, sollte man sich von sowas nicht beeinflussen lassen den egal man findet immer zu allem was negatives.
Gruß Björn |
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Uservorstellung
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Beach-Paul
Anmeldungsdatum: 16.07.2006
Beiträge: 1966

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Hallo,
ich sehe den Text mal als logische Konsequenz der "Das-Blaue-vom-Himmel-Versprecher".
Wer seriös arbeitet, wird es durch solche Texte nicht eben leichter haben.
Das ist das Schlechte an dem Text.
Wer sich nicht auskennt, wird vielleicht vor einem großen Reinfall bewahrt.
Das ist das Gute an dem Text.
Ich fürchte, der Text hat eine gewisse Berechtigung - und es wäre schön wenn er die irgendwann verlieren würde.
MbW
BP |
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_________________ Die ausgetretenen Pfade des Denkens verlassen: www.unternimm-die-zukunft.de |
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Teamplayer

Anmeldungsdatum: 13.09.2004
Beiträge: 178

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@Beach-Paul,
Zitat: Ich fürchte, der Text hat eine gewisse Berechtigung - und es wäre schön wenn er die irgendwann verlieren würde.
Dem kann ich absolut zustimmen. Aber leider fürchte ich, dass er seine Berechtigung niemals verlieren wird. Wenn jeder ins MLM einsteigen würde, weil es ja sooo sauber und lukrativ ist, da wäre wahrscheinlich wirklich nix mehr zu verdienen und die Marktsättigung wäre Realität.
VG Gerald. |
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Nobody 3
Gast
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Werde den Text mal etwas durchleuchten:
Zitat: NETWORK MARKETING - DAS GROSSE VERSPRECHEN
Geht man nach den Werbeaussagen der meisten MLM-Unternehmen, kann fast jeder Normalsterbliche im Network Marketing viel Geld verdienen. In der Praxis jedoch erwirtschaften über 90 Prozent aller Networker trotz intensiver Bemühungen kein nennenswertes Einkommen.
Richtig, weil auch nur 10% AKTIV in der Branche arbeiten, die meisten Teilnehmer nur begrenzt aktiv werden, meist auch nur kleinere Ziele haben oder auch nur günstiger zum EK beziehen wollen.
Wo soll hier ein Versprechen sein?
Die Chance, mehr daraus zu machen, haben alle Teilnehmer. Wer in der Lage (und willens) ist, etwas daraus zu machen, ist natürlich ein anderes Lied. Wie viele Lehrlinge und Hiwis eines Grosskonzerns steigen in die Chefetage auf? Hier dürfte der Prozentsatz eher im Promillbereich zu sichen sein...
Zitat: „Geld verdienen ohne Kapitaleinsatz “ - „Traumkarriere in 12 Monaten“ - „Lebenslang ein passives Einkommen beziehen“ – so oder ähnlich lauten die vollmundigen Versprechungen vieler MLM-Unternehmen.
Sind alles Möglichkeiten, die immer wieder von einigen Menschen auch realisiert werden. Wo solche Möglichkeiten im Gesamtrahmen als solche mit vorgestellt werden, ist dagegen auch nichts einzuwenden, nur sollte man niemand eine Karriere oder ein bestimmtes Einkommen versprechen. Meist sind es auch VPs, die hier und da mit solchen Versprechungen arbeiten und nicht die Unternehmen selbst.
Mein Tipp: Nicht hinter einem Sponsor einsteigen, der verspricht!!!
Zitat: Die Realität dagegen sieht ernüchternd aus. Über 90 Prozent der Networker verdienen kaum mehr als ein paar hundert Euro pro Jahr
Nun, wer als Ziel hat, einmal jährlich mit Mutti für ne Woche nach Malle zu fliegen, braucht dafür nur ein paar Hunderter und hat damit erfolgreich das erreicht, was er zum Ziel hatte. Warum sollte Erfolg ernüchternd sein?
Zitat: Einnahmen, die oft nicht einmal die Kosten decken, von einer bescheidenen Bezahlung für die Arbeitszeit ganz zu schweigen.
Kosten sind vermeidbar und durch Einnahmen refinanzierbar, so dass man zwar anfangs keinen oder wenig Gewinn hat, aber das Geschäft weiter aufbaut. Selbständige Unternehmer werden nicht nach Arbeitszeit bezahlt, sondern erzielen Erlös durch eigene Arbeit.
Wenn ich z. B. nur mit Menschen rede, mit denen ich sowieso rede und nur Menschen besuche, die ich sowieso besuchen würde, denen aber hier und da etwas mitbestelle und mitbringe, wo entstehen da effektiv Kosten?
Es entstehen RECHNERISCH Kosten, die ich auch so gehabt hätte, als Unternehmer aber steuerlich absetzen kann, was meine Steuerpflicht mindert. Unter'm Strich hab ich also eine finanzielle Entlastung.
Zitat: so schieben diese die Schuld in aller Regel auf die Networker. Von Verlierertypen, die das Geschäft nicht verstünden, ist die Rede, von mangelnder Arbeitsbereitschaft oder von fehlender Identifikation mit dem Unternehmen und seinen Produkten. Das ist nicht nur zynisch, sondern vor allem unseriös.
Oft ist es aber leider wahr, denn es steigen viele Menschen ein, die dann nie selbst aktiv werden, die nur alle paar Monate mal etwas für sich selbst bestellen und versuchen, Anderen etwas über Katalog aufzuschwatzen. Es gibt viele Menschen, denen der Weg zu Schulungen einfach zu weit ist, die nie Fragen haben, nie erreichbar sind, auf Mails nicht antworten, auf Anrufe nicht zurückrufen... Wer nichts tut, kann auch nichts erreichen, das ist nun einmal Fakt!
OK, es gibt auch Menschen, denen das Geschäft einfach nicht liegt. Hier sollte man aber nicht von Schuld reden, sondern schauen, woran es nun liegt. Hat man sich für eine Arbeitsweise entschieden, die einem nicht liegt? für eine Produktgruppe, die nicht zur angedachten Zielgruppe passt? Die Gründe können vielfältig sein...
Zitat: Sicher gibt es auch im Network Marketing Könner und Versager, so wie in jedem anderen Wirtschaftsbereich, doch allein die extrem hohe Zahl schlechtverdienender Networker legt nahe, daß es noch andere Gründe für den geringen wirtschaftlichen Erfolg geben muß.
Es gibt keinen geringen wirtschaftlichen Erfolg!
Der liesse sich zwar rechnerisch darstellen, aber nur aufgrund falsch verwendeter Grundlagen. Da 90% aller Networker kleine Ziele haben und nicht aktiv sind, darf man nur von den 10% AKTIVEN Networkern ausgehen und schon sehen die Ergebnisse völlig anders aus.
Zitat: Schon immer haben MLM-Unternehmen mit der Illusion vom großen Geld gespielt. Auch wenn nach außen natürlich gesagt wird, Network Marketing sei eine Arbeit, die viel Einsatz erfordere, so heißt es im gleichen Moment, daß sich jeder bei entsprechendem Engagement in kurzer Zeit ein hohes Einkommen erarbeiten könne.
Richtig, "bei entsprechendem Engagement"!
Mit Aussagen wie diesen werden Menschen angesprochen, die sich zutrauen, dieses Engagement aufzubringen, die vielleicht schon Erfahrung mit Selbständigkeit haben und die grössere Ziele haben.
MLM wendet sich ja an mehrere Zielgruppen, also auch an Menschen, die mehr wollen als ein paar Hunderter nebenbei. Diese Menschen kann man mit ein paar Hundertern natürlich nicht hinter'm Ofen vorlocken, denen muss man schon zeigen, welches Potential in dem Geschäft liegt.
Es ist aber FALSCH, kleinen Nebenverdienstsuchenden solche Flausen ins Ohr zu setzen!
Network Marketing bietet verschiedenen Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Ambitionen verschiedene Möglichkeiten, die sie unabhängig voneinander nutzen können, aber nicht müssen. Es werden also unabhängig voneinander unterschiedliche Gruppen angesprochen, die alle ihre Vorteile aus dem System ziehen können, sei es ein günstigere Einkaufspreis, ein paar €uro nebenbei oder mehr. Die Vielfalt macht's!
Zitat: In Zeiten wie heute, wo die wirtschaftliche Unsicherheit breite Bevölkerungskreise erfaßt hat, klammern sich viele Menschen an diese Hoffnung und versuchen, mit Network Marketing, Geld dazuzuverdienen oder sich damit eine eigene Existenz aufzubauen.
Hier geht sogar der Verfasser selbst von unterschiedlichen Gruppen mit unterschiedlichen Zielen aus, hat es unbewusst also bereits richtig erkannt...
Zitat: Dabei wenden die Unternehmen äußerst cleverer Strategien an, um immerfort neue Vertriebspartner zu akquirieren und diese mit ausgeklügelten Marketing- und Psychomethoden auf das eigene Unternehmen „einzunorden“. Typische Beispiele dafür sind die ständigen Beschwörungen des „Team Spirit“, Schulungsveranstaltungen und Meetings im Stile von Entertainment-Shows oder Online-Konferenzen, die allesamt dazu dienen, die angeworbenen Networker auf Linie zu halten.
Längst nicht alle Networks arbeiten so!
Natürlich ist Teamfähigkeit extrem wichtig, denn es funktioniert nur dann wirklich, wenn Hand in Hand zusammengearbeitet wird und nicht jeder sein eigenes kleines Süppchen kocht. Gebündelt ist ein Team stärker, das nutzt dann auch wieder jedem Einzelnen.
Schulungen sollten informativ sein und Kenntnisse sowie ggf. Fertigkeiten vermitteln. Die Vermittlung von Produktkenntnissen hat nichts mit "Psychomethoden" zu tun. Allerdings sollte man reine Jubelorgien meiden, dort lernt man nichts, aber solche Dinge praktizieren nur noch wenige Networks, vor allem welche aus dem US-Raum...
Zitat: Anders als bei Unternehmen mit festen Angestellten, die durch unzureichend qualifizierte Mitarbeiter einen finanziellen Schaden erleiden würden, gibt es für MLM-Unternehmen ein solches Risiko nicht. Hier trägt allein der Networker das wirtschaftliche Risiko. Mit dem Aufbau einer eigenen Downline reicht dieser das Betriebsrisiko nach unten durch. Dabei sinkt sein persönliches Risiko umso mehr, je größer diese Downline ist.
Das ist schlicht falsch, denn mit wachsender Downline steigen die eigenen Kosten durch Veranstaltungen und Reisen, das unternehmerische "Risiko" wird also grösser. "Kleine" Einsteiger investieren noch nicht so viel, allenfalls mal eine Fahrt zu einer ansonsten meist kostenlosen Schulung. Finanzielle Risiken müssen also gar nicht eingegangen werden, wo sollte das liegen?
Zitat: Da der maßgebliche Verdienstanteil in der Regel nicht durch den persönlichen Verkauf der Produkte, sondern durch die Anwerbung neuer Partner erzielt wird, besteht kein Bedarf, die Eignung der Angeworbenen vorab zu prüfen.
Durch die Anwerbung neuer Partner verdient man NICHTS! NUR an deren Umsätzen, aber dann sind auch die neuen Partner bereits in der Verdienstzone (Handelsspanne).
Was soll das mit der Prüfung?
Muss ein Lehrling vor seiner Einstellung eine Gesellenprüfung ablegen, um dann erst lernen zu dürfen, was er vorher schon können musste?
Ist doch Unsinn!
MLM bedeutet "lerning by doing" und kann risikolos und ohne weitere verpflichtung praktisch getestet werden. DAS ist die "Prüfung", wer sie "besteht", wird aktiv...
Zitat: Von den MLM-Unternehmen angebotene Schulungen und Seminare sind häufig reine Promotion- und Motivationsveranstaltungen, garniert mit oberflächlichen Marketing- und Verkaufsinformationen. Nicht selten dienen die Events nur dazu, den Teilnehmern Geld abzunehmen.
Nun, da kenne ich einige Networks mit kostenlosen Schulungen, die rein fachbezogen durchgeführt werden und bei denen auf Motivationsorgien völlig verzichtet wird.
Zitat: Kernpunkt ist die progressive Einkommensverteilung, die einseitig die Vertriebsspitze gegenüber den unteren Ebenen bevorteilt.
Der direkte Verkäufer erhält meist den grössten Anteil vom Umsatz eines verkauften Produkts mit der Handelsspanne und zusätzlich je nach Gesamtumsatz noch einen Bonus. Die Upline erhält nur den Rest eines gewissen Prozentsatzes vom Umsatz.
Zitat: > Ständige Fortschreibung eines ungerechten Systems
Der einzige, meist jedoch trügerische Ausweg aus diesem Dilemma besteht für den Networker darin, daß er regelmäßig neue Partner für die eigene Downline anwirbt.
Zum einen ist eine rein erfolgsgerechte Bezahlung gerechter als eine mögliche "Anwesenheitsprämie" für "Faulenzer" und zum anderen ist die Anwerbung weiterer Partner kein Ausweg aus irgendeinem Dilemma, sondern eine zusätzliche Möglichkeit, die man nutzen kann, aber nicht muss.
Ich kenne mehrere Networker, die allein über Verkauf gute Umsätze generieren, z. T. haben die Leute gar kein Interesse daran, weitere Partner zu werben, weil sie keine Lust (oder wie auch immer) haben, die zu betreuen.
Zitat: Die persönliche Verantwortung eines ordentlichen Kaufmanns erschöpft sich nicht in der Befolgung bestehender Gesetze, sondern geht darüber hinaus. Sie ist Teil eines Selbstverständnisses, das Kunden und Partner in den Mittelpunkt stellt und auf ihre legitimen Belange Rücksicht nimmt.
Völlig richtig, deshalb ist eine möglichst gute Betreuung der eigenen Downline auch wichtig und die eigene Bezahlung des Upliners auch vom Erfolg der Downline abhängig. So ist es im Interesse des Upliners, dafür zu sorgen, dass die Downline so erfolgreich wie möglich arbeitet.
Zitat: Die Debatten der letzten Zeit über den Sozialkodex der Wirtschaft zeigen, daß die Öffentlichkeit bei diesem Thema inzwischen stark sensibilisiert ist.
Nach positiven Aktionen der IHKs (oder Wirtschaftskammern in Österreich) zeichnen inzwischen auch die Verbraucherzentralen inzwischen ein differezierteres Bild und sind nicht mehr rein negativ eingestellt. Auch die Medien berichten mitunter bereits von positiven Beispielen.
Zitat: So blumig interessierten Neueinsteigern die Geschäftsperspektiven ausgemalt werden, so bedeckt halten sich die meisten MLM-Unternehmen, wenn es um eine realistische Darstellung der wirtschaftlichen Chancen für die Vertriebspartner geht.
Ist ja auch gar nicht möglich, da das an jedem selbst liegt. Man müsste den einzelnen Partner restlos analysieren mitsamt seinem Umfeld, um realistisch Chancen prognostizieren zu können...
Zitat: Statt nachvollziehbare Marktprognosen über das Absatzpotential der Produkte vorzulegen
Bei Innovationen dürfte das schwierig sein, da es sich oft um erstmalige Markteinführungen handelt. Bei Produkten des täglichen Bedarfs werden oft Marktsegmente bedient, die über genügend Absatzpotential verfügen.
Zitat: werden phantastisch klingende Marketing- und Verdienstpläne präsentiert, die in der Praxis für nahezu keinen Networker umsetzbar sind.
Die sind durchaus umsetzbar, natürlich nicht für jeden in vollem Umfang, machen aber transparent, welche Möglichkeiten man mit diesem Geschäft haben könnte, wenn man intelligent damit arbeitet. Dafür ist es aber unbedingte Voraussetzung, dass man den Marketingplan kennt.
Zitat: Auf den Einführungsveranstaltungen geben dann oft Vertreter aus der oberen Vertriebsebene den staunenden Interessenten „Vom-Tellerwäscher-zum-Millionär“-Geschichten zum Besten.
Hab ich ehrlich gesagt in ca. 6 Jahren Network noch nicht erlebt.
Zitat: Ein regelrechter „Hype“ findet um das Thema Passiveinkommen statt – nicht ohne Grund, denn die MLM-Unternehmen wissen, daß die Aussicht, nach dem Aufbau einer eigenen Downline ohne weitere Arbeit ein passives Einkommen aus den Provisionsabgaben der unteren Ebenen zu erwirtschaften, für Neulinge einer der Hauptgründe ist, überhaupt ins Network Marketing einzusteigen.
Hier liegt der grösste Fehler darin, den Begriff "Passives Einkommen" total zu überschätzen!
Es gibt zwar passive Einkommensteile, die können auch zwischen wenigen €uro und 6stelligen Summen liegen, sind aber nur dadurch "passiv", weil dafür nicht direkt aktiv gearbeitet wurde. Dennoch bedeutet das nicht, dass man sich zur Ruhe setzen kann, wenn man z. B. ein paar Tausender passives Einkommen aufgebaut hat, denn die aufgebauten Strukturen müssen weiterhin betreut und gefördert werden, das ist also indirekt doch etwas, das man dafür zu tun hat, wenn auch hier und da schon mal ein paar Monate "Urlaub" drin wären..
Zitat: Kaum ein MLM-Unternehmen weist dabei auf das Phänomen der Marktsättigung hin. Stattdessen wird der Eindruck erweckt, jede weitere Ebene der Downline würde genug Menschen finden, die das entsprechende Produkt kaufen oder weiterempfehlen möchte. Da dies bei exponentiell steigender Verkäuferzahl nicht der Fall ist, wird hier bewußt getäuscht.
Hier verwechselt der Verfasser (mal wieder) Network Marketing mit Schneeballsystemen!
Schneeballsysteme sind auf Kollaps ausgelegt, da mit diesen NUR durch werben weiterer Teilnehmer verdient werden kann und der Zusammenbruch so vorprogrammiert ist, da die Bevölkerung gesprengt werden müsste.
Network Marketing ist auf Vielfalt ausgelegt und darauf, dass nur ein gewisser teil tatsächlich aktiv arbeitet, das Wachstum also langsam aber solide stattfindet und eine gewisse Fluktuation bzw. Rate an inaktiven Partnern (Eigenbedarfler) sogar regulativ wirkt. So arbeitet MLM schon seit über 50 Jahren und ein grosser Teil der Weltbevölkerung hat noch nie etwas davon gehört.
Zitat: Darüber hinaus schrammen nicht wenige MLM-Unternehmen dicht an illegalen Schneeballsystemen vorbei, die in Deutschland unter Strafe stehen.
Das darf man allerdings nicht dem sauber arbeitenden (überwiegenden!) Teil der Branche anlasten. Allein in den Foren sieht man Beispiele genug, in denen solche Systeme aus Reihen der Networker entlarvt werden.
Zitat: Auch über rechtlichen Probleme läßt sich kaum ein MLM-Unternehmen näher aus. Viele Produkte, beispielsweise aus dem Gesundheitsbereich, sind in Deutschland nicht zugelassen, oder es dürfen bestimmte Heil- und Wirkungsaussagen nicht gemacht werden, weil kein klinischer Nachweis darüber exisitiert.
Diese Aussagen dürfen ALLGEMEIN als Lebensmittel geltenden Produkten nicht zugeschrieben werden, selbst wenn es klinische Nachweise hierüber gäbe! Das ist auch kein Problem, das MLM allein betrifft, auch jeder gewöhnliche Einzelhändler darf das nicht...
Finanzdienstleistungen und Glückspiele im MLM lehne ich persönlich generell ab. Das sollten aber die vielen Networks, die mit völlig anderen Produktgrppen am Markt aktiv sind, nicht mit ausbaden müssen. In Deutschland gilt´das Täterprinzip und keine Sippenhaft... |
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